Moderne Akzente setzte der Chor „Voices of GaD“ von Marco Puchter mit „Snowman“ von Sia und „Last Christmas“ von Wham! und einer Schar roter Nikolausmützen. Foto: GaD/Dennis Scheu

Mit einem stimmungsvollen Weihnachtskonzert stimmte das Gymnasium am Deutenberg in Schwenningen seine Schulgemeinschaft auf die letzten Tage vor den Ferien ein.

In der festlich geschmückten Aula gab es keinen Platz mehr. Zusätzliche Stühle mussten herangeschafft werden, einige Eltern verfolgten das Konzert sogar stehend.

 

Die große Resonanz unterstrich die besondere Bedeutung dieses Abends im Schuljahr. Eröffnet wurde der Abend von den Bläserklassen, bei denen von Beginn an große Spielfreude zu spüren war.

Für viele der jungen Musikerinnen und Musiker bedeutete dieser Auftritt den ersten vor einem so großen Publikum. Die Bläserklasse 5 spielte den ersten Ton mit „Eine Melodie von Mozart“, vielen auch als „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ vertraut. Es folgten „Hard Rock Blues“ und „Jingle Bells“, gemeinsam musiziert mit der Klasse 6. Die Bläserklasse 6 setzte das Programm mit „Kumbaya My Lord“, dem Thema aus Antonín Dvořáks „Sinfonie aus der neuen Welt“ sowie „Bottom Bass Boogie“ fort.

Adventliche Atmosphäre

Einen besonders eindrucksvollen Anblick bot der Chor der Klassen 5c und 5d unter der Leitung von Birgit Krüger. Die große Zahl junger Sängerinnen und Sänger passte beinahe nicht vollständig auf die Bühne und verteilte sich auch vor und neben dem Weihnachtsbaum in der festlich geschmückten Aula. Über ihnen leuchteten die vier Sterne, während sie mit „Sind die Lichter angezündet“ und „Hört, der Engel helle Lieder“ für eine dichte adventliche Atmosphäre sorgten.

Moderne Akzente setzte der Chor „Voices of GaD“ von Marco Puchter mit „Snowman“ von Sia und „Last Christmas“ von Wham! und einer Schar roter Nikolausmützen. Gefühlvolle Höhepunkte des Konzerts bildeten die Solistenbeiträge: Cassandra Böhm und Waljerija Jouperine interpretierten „Take Me to Church“ von Hozier mit großer Ausdruckskraft. Ein eindrucksvoller Moment entstand auch mit „Stay“ von Rhianna, das von Donika Zymberi und Wendy Tonleu sensibel und eindringlich vorgetragen wurde.

Chöre traten beim Konzert in der Aula des Gymnasiums am Deutenberg auf. Foto: GaD/Dennis Scheu

Nach der Pause rückten zunächst eher klassische Ensemble- und Projektformate in den Mittelpunkt. Im Projektchor GaD erklang Alexander Ungelenks „Credo“. Der Musiklehrer ist zugleich Komponist und arbeitet derzeit an einer eigenen Messe. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Publikum an gleicher Stelle das „Kyrie“ hören können. Nun folgte mit dem „Credo“ ein weiterer Einblick in dieses entstehende Werk.

Das Ensemble Schräg

Das Ensemble Schräg schloss daran mit „GaD“ an. In dieser Komposition verarbeitet Ungelenk den Namen der Schule musikalisch: Die drei Töne G, A und D erklingen dabei allerdings nicht programmatisch, sondern werden sanft und leise variiert, stellenweise auch anschwellend, und verleihen dem Stück eine ruhige, zugleich spannungsreiche Klanggestaltung.

Für swingende Rhythmen sorgte anschließend die Junior-Jazz-Band. Besonders bemerkenswert war hier die große Zahl an Neuzugängen, die sich dem Publikum in zahlreichen Soli vorstellten. Mit „Christmas Joe“, „Jingle Bell Rock“ – mit Larisa Manz als Solistin – und „Cantaloupe Island“ zeigte das Ensemble seine stilistische Vielfalt.

Die Junior-Jazz-Band sorgt für swingende Rhythmen. Foto: GaD/Dennis Scheu

Den Abschluss gestalteten die Jazz Connexion und Bandleader Axel Schlenker. Routiniert und zugleich mit großer Spielfreude präsentierte sich die Band in „Jammit“, „All I Want Is Christmas With You“ und „Critical Mass“. Eindrucksvoll und stimmgewaltig traten dabei einmal mehr die beiden Sängerinnen Donika Zymberi und Wendy Tonleu in den Vordergrund und hinterließen einen nachhaltigen Eindruck beim Publikum.

Die physikalische Seite

Für heitere Zwischentöne sorgten die Weihnachtswichtel und der Weihnachtsmann aus dem Physikleistungskurs von Lehrerin Sarah Fuchsloch. In den Umbaupausen nutzten sie die Zeit, um das Publikum auf ebenso humorvolle wie anschauliche Weise an die physikalische Seite der Weihnachtslieder heranzuführen.

Mit kurzen Erklärungen zur Entstehung von Tönen, zu Schwingungen und Klangfarben schlugen sie eine unterhaltsame Brücke zwischen Musik und Naturwissenschaft und lockerten den Konzertabend mit viel Charme und Witz auf.

Auch Schulleiter Zoran Josipovic zeigte sich beeindruckt: Für ihn sei das Weihnachtskonzert jedes Jahr eine Besonderheit zum Jahresende und die musikalische Einstimmung auf die Weihnachtszeit. In diesem Licht, so sagte er, sonne er sich als Schulleiter gerne.