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Weniger Straftaten als im Vorjahr

Der neue Postenführer des Polizeipostens Triberg stellte im Schönwalder Gemeinderat die Kriminalstatistik vor. Polizeihauptkommissar Andreas Stuber hat im September 2020 seinen Dienst in der Wasserfallstadt angetreten.

Schönwald. Wie seinerzeit der Leiter des Polizeireviers St. Georgen, Udo Littwin, konnte Hauptkommissar Stuber genauso deutlich den Ratsmitgliedern und Besuchern der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend im großen Saal der Uhrmacher-Ketterer-Halle vermitteln, dass man sich im heilklimatischen Kurort sicher fühlen kann. Bei 41 begangenen Straftaten im gesamten Jahr bedeute dies eine sogenannte Häufigkeitsziffer von 1655 Straftaten (Vorjahr 2046), die sich ergeben würde, wenn man diese Zahl auf 100 000 Einwohner hochrechnet.

Zum Vergleich: Die Nachbargemeinde Schonach hat eine Häufigkeitsziffer von 1488, in Baden-Württemberg, traditionell eines der sichersten Bundesländer, betrug sie 4852.

Sehr positiv sei die Aufklärungsquote von 73,2 Prozent, von den 41 Straftaten seien 30 aufgeklärt. Diese 30 Taten wurden von insgesamt 31 Tätern begangen – sieben davon wurden von Frauen ausgeführt. Vier Täter waren unter 21 Jahre alt, davon einer gar unter 18. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen lag bei acht.

Allerdings stieg die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von vier auf zwölf, davon waren neun sogenannte Rohheitsdelikte oder Einschränkungen der persönlichen Freiheit – alle diese Taten wurden zu 100 Prozent aufgeklärt.

Cyberkriminalität

Zum Thema Cyberkriminalität verriet der Triberger Postenleiter, dass Fälle, bei denen Beschuldigte in anderen Städten lebten, nicht in der Schönwälder Statistik auftauchen. Und – er riet, bei Einkäufen im Internet einfach vorsichtiger zu sein.

Verkehrsunfälle

Vier Verkehrsunfälle mit drei Schwer- und einem Leichtverletzten wurden gezählt – wobei Bagatellunfälle nicht in die Statistik einfließen, wie Stuber verdeutlichte.

Nachdem aus dem Ratsgremium keine Fragen gestellt wurden, zeigte sich Bürgermeister Christian Wörpel erfreut über die hohe Aufklärungsquote, aber auch überrascht durch die Häufung an Gewaltkriminalität. Diese sei häufig nicht unbedingt sichtbar, da sie oftmals selbst in unmittelbarer Nachbarschaft daheim hinter verschlossenen Türen geschehe, verdeutlichte der Polizeibeamte.

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