Ausgangspunkt des Glückswegs ist der Eingang an der Ulrichskirche Foto: Thomas Fritsch

Der neue Wanderweg soll Wanderern in und um Langenbrand die Region und christliche Botschaften näherbringen. Das Evangelische Bildungswerk kümmert sich um die Pflege.

In Schömberg ist das Glück zu Hause. Zumindest behauptet das die Touristik und Kur der Kommune – die sich selbstbewusst als Glücksgemeinde bezeichnet – in ihrem Marketing. Das Evangelische Bildungswerk griff diesen Gedanken nun auf. Auf einem „Glücksweg“ möchte die Organisation die Menschen inspirieren und christliche Botschaften vermitteln.

 

Neugierig machen

Neun Stationen Der etwa sieben Kilometer lange Rundweg startet und endet an der Ulrichskirche in Langenbrand. Die Tour führt durch den Ort und westlich davon in die Natur.

An neun Stationen erhalten die Wanderer einen geistlichen Impuls. Dafür stehen auf Stelen Begriffe geschrieben. Die sollen die Menschen neugierig machen. Online sind weitere Informationen und Anregungen hinterlegt, die per QR-Code abgerufen werden.

Ebenso wird es an den Stationen Flyer geben. An der Ulrichskirche informiert eine Tafel über den Wanderweg, der dort auch auf einer Karte eingezeichnet ist.

Auch Spiele Mitte Juli war der „Glücksweg“ bereits im Ausschuss für Technik und Umwelt Thema. Dort stellte Tobias Götz, Geschäftsführer des Evangelischen Bildungswerks Nordschwarzwald, das Konzept vor.

Biblische Bezüge

Demnach stehen für die Wanderer an den vier Stationen auch Spiele bereit. Der „Glücksweg“ soll anregen, Schöpfung, Körper und Natur zu entdecken und zu achten.

Dazu soll die Wanderung die Geschichten der Region, des Ortes, der Kirche vermitteln -und biblische Bezüge dazu herstellen.

Zudem plant das Evangelische Bildungswerk geführte Pilgerwanderungen auf dem „Glücksweg“ anzubieten.

Ähnliche Wanderrouten des Bildungswerks gibt es übrigens im Kreis Calw bereits: den Hirtenweg in Egenhausen, den Brenzweg in Berneck und den Waldenserweg in Neuhengstett.

Förderprogramm Kosten entstehen für die Kommune durch den „Glücksweg“ nicht. Der kostet zwar in der Erstellung fast 12 800 Euro. Die bezahlt jedoch das Bildungswerk. Das wiederum bekommt 80 Prozent der Kosten durch das Förderprogramm Leader bezuschusst. Allerdings befinden sich drei der neun Stationen auf gemeindlichen Flächen.

In den Startlöchern

Per Vertrag übernimmt das Evangelische Bildungswerk die Verkehrssicherungspflicht – und damit auch die Kosten dafür. „Es wird vom Bildungswerk getragen. Die Gemeinde muss nur einverstanden sein“, sagte Bürgermeister Matthias Leyn im Gemeinderat dazu. Die Verantwortlichen beim Bildungswerk stünden in den Startlöchern.

Auflagen zu hoch Eigentlich hätte der Weg noch länger sein und am Aussichtsturm „Himmelsglück“ enden sollen.

Doch laut Sitzungsvorlage waren die Auflagen, welche die Forstbehörde im Landratsamt dafür stellte, zu hoch. Das kritisierte Christoph Eck (CDU). Dass kleine Stelen im Wald nur unter hohen Auflagen genehmigt werden könnten, bei großen Windrädern aber alles einfacher sei, verstehe er nicht. Der „Glücksweg“ sei eine „ganz tolle Idee“.

Einstimmiges Ja Das sah auch der Gemeinderat so. Einstimmig befürwortete er das Projekt. Der Weg soll schon bald fertig sein. Denn um die Leader-Fördermittel zu erhalten, muss das Bildungswerk den Weg spätestens bis zum 31. Oktober eröffnen.