Pünktlich zur kalten Jahreszeit wurde im Ruster Freizeitpark das „Winterland“ eröffnet. Neben einer Eisskulptur-Ausstellung gibt es auch einen besonderen Zirkus zu sehen.
Es ist eine emotionale Saison, die hinter dem Europa-Park und dessen Inhaber-Familie liegt. Das wurde bei der diesjährigen Winter-Pressekonferenz deutlich. Gemeinsam blickten die Park-Chefs Roland und Jürgen Mack zurück, gaben jedoch auch Einblicke in die kommende Zeit.
Die Jubiläumssaison bricht persönliche Rekorde: „Es ist sehr viel Besonderes passiert – es war eine tolle Saison“, fasste Roland Mack zusammen. Demnach habe der Europa-Park an die Zahlen des vorigen Jahres anknüpfen und sie sogar leicht überbieten können. „Ein neuer Besucherrekord“, so Mack stolz. Besonders hervor hob er den Erfolg des ersten Animationsfilms aus dem Hause des Parks, der erstmals im Juli auf den Kinoleinwänden zu sehen war.
„Zwei Millionen Menschen in 72 Ländern haben den Film bisher gesehen“, zog Mack eine zufriedene Bilanz und betonte: „Das ist sensationell gelaufen.“ Den bislang letzten Meilenstein erreichte der Park vor wenigen Wochen: Der 150-millionste Besucher wurde empfangen. „Der Familie die Hand zu geben, war etwas Besonderes, weil ich damals auch dem ersten Besucher die Hand geschüttelt habe“, erinnerte sich der 76-Jährige. „Das war unglaublich emotional“, bestätigte sein Bruder und Mitinhaber Jürgen Mack.
Die Wintersaison steht im Zeichen von Monaco: Anlässlich der Adventszeit gibt es während der Wintersaison mit dem „Winterland“ einen neuen, vorübergehenden Themenbereich. Er liegt direkt neben „Kroatien“ und bietet Besuchern Weihnachtsmarkt-Atmosphäre. Die wohl größte Besonderheit dürfte dabei das „Monte Carlo Circus Festival“ sein, das in Kooperation mit dem Fürstentum Monaco nun im Europa-Park zu Gast ist. In einem großen Zirkuszelt haben Zuschauer die Gelegenheit, eindrucksvolle Darbietungen internationaler Akrobaten zu erleben.
Für Mack eine Herzensangelegenheit, da die Familie ihre ersten unternehmerischen Schritte mit dem Bau von Zirkuswagen machte. „Wir haben damals jeden Zirkus in Deutschland ausgestattet.“ Wie diese damals aussahen, wird im Winterdorf deutlich. Dort steht nämlich ein alter Wagen, den Macks Vater im Jahr 1939 baute. An die Anfänge des Parks erinnert indes eine Eisskulpturen-Ausstellung, die eine „Zeitreise ins Jahr 1975“ verspricht. Aus insgesamt 80 Tonnen Eis und 28 Tonnen Schnee wurden Szenen aus vergangenen Zeiten nachgebaut – darunter der damalige Haupteingang.
Ansonsten sind auch in diesem Jahr alle anderen Themenbereiche weihnachtlich geschmückt. 3500 Tannenbäume, 10 000 Christbaumkugeln, 1500 Deko-Geschenke und 1000 Weihnachtssterne setzen den Park in Szene. Zu sehen gibt’s das Ganze bis zum 18. Januar, danach macht der Park bis zur nächsten Saison dicht.
Für das kommende Jahr gibt es bereits Pläne: Die wohl größte Neuheit wird der neue Themenbereich Monaco sein, der im März seine Türen öffnen soll. „Die Pläne sind fertig, die Arbeiten laufen bereits. Der gesamte Silver-Star-Eingangsbereich wird umgestaltet“, erklärte Mack. Zudem wird die Internet-Berühmtheit Sally Özcan (Sallys Welt) ihr erstes Café im Bluefire-Dome eröffnen. Auch in der Westernstadt Silver Lake City soll es vorangehen. Demnach ist die Eröffnung des Hotels Riverside Lodge für den 18. Juni geplant. „Wir wollen auch eine Brauerei bauen“, so Mack.
Auf die Frage, ob es in Zukunft auch den Ressortpass gibt, antwortet der Inhaber: „Ja, die Pässe behalten wir bei. Der Vorverkauf wird Anfang 2026 starten.“
Info – Das steckt dahinter
Der Europa-Park hat seit 1975 geöffnet, die Wintersaison gibt es indes erst seit 2001. „Zur Jahrtausendwende wollten wir etwas neues machen. So kam die Idee“, erinnerte sich Mack. Während der ersten Wintersaison sei nur ein kleiner Teil des Parks geöffnet gewesen. Aufgrund des großen Erfolgs war bereits wenige Jahre später der gesamte Park während der kalten Jahreszeit begehbar – und das bis heute. „Man muss innovativ sein und Mut haben“, betonte Mack – auch im Hinblick auf die heutige Wirtschaftslage.