Die Gemeinde Ringsheim will auf der Straße nach Rust eine Verkehrsinsel errichten, um die Querung der Straße vor allem für Radfahrer sicherer zu machen. Foto: Decoux

Die Querung der Straße nach Rust soll für Fahrradfahrer in Zukunft sicherer werden. Der Gemeinderat Ringsheim hat sich dafür ausgesprochen, auf der K 5349 im Kreuzungsbereich bei der OMV-Tankstelle, eine Verkehrsinsel einzurichten.

Ringsheim - "Wir haben schon vor längerer Zeit beschlossen, dass wir da etwas tun wollen", erklärte Bürgermeister Weber im Gemeinderat. Bei der Verkehrsschau am 8. Juli 2021 wurde die Notwendigkeit einer sicheren Überquerung festgestellt. Damit diese Maßnahme zügig umgesetzt werden kann, sei mit dem Straßenbauamt Ortenaukreis vereinbart worden, dass die Gemeinde Ringsheim die Verantwortung übernimmt. "Es ist eine größere ingenieurtechnische Meisterleistung", zeigte sich Weber erstaunt über die Gespräche zur Maßnahme.

Die Planung der Gemeinde sieht vor, an der breitesten Stelle des Abbiegestreifens auf Höhe der Tankstelle die Insel zu installieren. Dafür soll der Abbiegestreifen selbst ein Stück nach Westen verlegt werden, entsprechend werden sich auch die Markierungen auf der Straße ändern.

Geländer sollen die Nutzung sicherstellen

Zusätzlich zur Verkehrsinsel sieht die bisherige Planung des Straßenbauamts vor, sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite ein Holmgeländer zu installieren. Dieses soll, so Weber, dafür sorgen, dass die Radfahrer auch tatsächlich die neue, sichere Querungshilfe nutzen, und nicht einfach so über die Straße fahren. Dazu soll auch eine bislang mögliche Querung des Grünstreifens zwischen Radweg und Straße gesperrt werden.

Weber betonte jedoch, dass ein Holmgeländer auf nur einer Seite völlig ausreichend sei. "Die Fahrradfahrer werden dann nicht von der einen Seite so auf die Straße fahren und dann ihr Rad unter dem Holmgeländer auf der anderen Seite hindurch schieben", meinte er plakativ. Deshalb werde man noch absprechen, ob wirklich beide Holmgeländer umgesetzt werden.

Bis zu 20 000 Euro Kosten

Anja Biehler (Freie Wähler) erläuterte, dass das Holmgeländer auf der nördlichen Seite sinnvoller sei. Sie schlug vor, ob es auch möglich sei, statt des Geländers aus Stahl einen Holzzaun zu verwenden, oder sogar Bäume zu pflanzen, die die Querung verhindern sollen. Weber nahm diesen Vorschlag auf.

Wie viel die Gemeinde für die Querungshilfe zahlen wird, stehe noch nicht ganz fest. "Das Regierungspräsidium weiß noch nicht, ob sie 70 oder 90 Prozent fördern", so Weber. Bei 70 Prozent betrügen die Kosten 20 000 Euro, bei 90 Prozent 8000 Euro. "Die Querungshilfe trägt viel zur Qualität vom Radverkehr bei", beurteilte Weber die anstehende Maßnahme. Der Gemeinderat begrüßte das Projekt und stimmte geschlossen dafür.