Ein Schüler durfte unter Aufsicht ein Stück Holz absägen. Foto: Hug

Viele Schüler informierten sich über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. 23 Unternehmen und Betriebe präsentierten ihre Angebote.

In der Langenrothalle herrschte reger Betrieb am Donnerstagabend. Schüler, Eltern sowie zahlreiche Interessenten besuchten die Berufsinfomesse. 23 Unternehmen, Handwerksbetriebe und soziale Einrichtungen aus Neuried und Umgebung präsentierten ihre Ausbildungs- und Studienangebote. Von 16 bis 19 Uhr gab es für die Besucher die Gelegenheit, sich in der Halle umzuschauen. Die Messe bot eine Vielfalt an Informationsständen, die Möglichkeit zu Gesprächen und praktische Einblicke. Vertreter aus Industrie, Handwerk, Dienstleistungen und öffentlichem Dienst standen bereit, um Fragen zu beantworten und ihre Berufe vorzustellen. Besonders gefragt waren Gespräche mit Auszubildenden, die aus erster Hand von ihrem Berufsalltag berichten konnten, sagte Alex Matt von Alex Holzbau im Gespräch mit unserer Redaktion.

 

Viele Schüler nutzten die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen und erste Eindrücke aus verschiedenen Branchen zu sammeln. „Es ist eine gute Möglichkeit, viele Berufe an einem Ort kennenzulernen“, freute sich Schülerin Lea Müller. Sie interessiere sich besonders für einen technischen Beruf und habe bereits mehrere interessante Gespräche geführt. Auch für Unternehmen bot die Messe eine wichtige Plattform. Angesichts des Fachkräftemangels hoffen viele Betriebe, frühzeitig Nachwuchs zu gewinnen. „Wir suchen motivierte junge Menschen für unsere Ausbildung“, erklärte Celine Klett von der Kinder- und Jugendhilfe Gesima. „Hier können wir direkt mit potenziellen Bewerbern sprechen.“ Neben klassischen Informationsständen gab es auch Mitmachangebote. Besucher konnten leichte handwerkliche Aufgaben ausprobieren oder Dinge selbst gestalten.

Auch Lehrkräfte begleiteten ihre Klassen zur Messe. Im Gespräch mit unserer Redaktion betonte die Rektorin der Realschule Neuried, Dagmar Frenk, wie wichtig solche Veranstaltungen für die Berufsorientierung sind. „Die Schüler können Fragen stellen, die im Unterricht oft zu kurz kommen“, erklärte sie. Die Organisatoren zeigten sich mit dem Verlauf der Messe sehr zufrieden. Michaele Helpap, Ausbildungsleiterin der Gemeinde Neuried, hatte die Idee für die Berufsinfomesse. „Ich fand es sinnvoll, für unsere Schüler vor Ort eine Messe anzubieten. Der Bürgermeister war gleich mit Begeisterung dabei. Unser Ziel ist es, Jugendlichen Perspektiven zu zeigen und Unternehmen mit zukünftigen Fachkräften zusammenzubringen.“

Bürgermeister Tobias Uhrich freute sich über das große Interesse der Besucher. „Unsere Entscheidung, diese Messe ins Leben zu rufen, war absolut richtig. Sie ist vielfältig, für jeden ist etwas dabei. Wir kooperieren mit der Schule und der Weg für die Schüler ist kurz.Die Firmen sind sichtbar und haben einen Mehrwert, deshalb sind sie gerne dabei.“ Für einige Schüler ergaben sich sogar konkrete Chancen: Manche Unternehmen boten Praktikumsplätze an, die vielleicht zu einer Ausbildung führen. Dadurch war der erste Schritt direkt auf der Messe getan.

Am Ende des Tages zogen sowohl Aussteller als auch Besucher ein positives Fazit. Die Berufsinfomesse habe gezeigt, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten in der Region sind und wie wichtig der direkte Austausch zwischen Jugendlichen und Unternehmen bleibt. Viele Schüler verließen die Messe mit neuen Ideen für die Zukunft.

Die Organisatoren kündigten bereits an, dass die Berufsinfomesse auch im kommenden Jahr wieder stattfinden soll. Angesichts der großen Nachfrage dürfte sie auch dann wieder zahlreiche Besucher anziehen.