Der traditionelle Kloosemärt lockt viele Besucher nach Hüfingen. So sind die Verkaufsstände an der Hauptstraße gut besucht. Besonders stimmungsvoll zeigt sich der Markt am Abend. Foto: Roland Sigwart Photographie/Roland Sigwart

Der Kloosemärt in Hüfingen ist größer als in den vergangenen Jahren. Die Veranstaltung lockte erneut zahlreiche Gäste an.

Kalt, aber nicht zu kalt und vor allen Dingen trocken – so präsentierte sich am Dienstag der traditionelle Kloosemärt in der Hüfinger Hauptstraße.

 

Auch bei seiner diesjährigen Auflage lockte er zahlreiche Gäste aus dem nahen und fernen Umkreis in die Hüfinger Innenstadt.

An 57 Marktständen wurde den Besuchern allerlei angeboten, was in der Adventszeit typischerweise konsumiert wird: Es gab verschiedenste kulinarische Spezialitäten sowieso Warenhändler, die Haushaltsartikel, Kleidung, Gebasteltes oder Dekoration verkauften. Der Markt wurde erneut von den örtlichen Institutionen, Vereinen und Schulklassen genutzt, um die Kassenlage aufzubessern.

Bis zur Apotheke verlängert

Erstmals seit Jahren ist der Markt wieder in Richtung Donaueschinger Straße verlängert worden: Auf Hüfingens Hauptstraße präsentierte er sich nicht nur wie bisher zwischen Stadtmuseum und Sparkasse, sondern auch weiter hinaus bis zur Schellenberg-Apotheke.

Verschiedenste Arten von Weihnachtsdekorationen sind sehr beliebt. Foto: Roland Sigwart Photographie

Nach einem ruhigen Auftakt erlebte der Markt um die Mittagszeit einen ersten Besucheransturm: Viele Betriebe nutzten das kulinarische Angebot mit Würsten, Seelen, Frikadellen und Schupfnudeln, um mit der gesamten Belegschaft die Mittagspause auf dem Markt zu verbringen.

Der Hüfinger Kloosemärt wird am Dienstag um die Mittagszeit insbesondere von vielen Berufstätigen genutzt, um dort bei einer heißen Wurst die Mittagspause zu verbringen. Foto: Roland Sigwart Photographie

Stimmungsvoll wurde es dann am Spätnachmittag bei einsetzender Dämmerung. Am frühen Abend war der Markt dann vollständig in eine festliche Lichterglanz-Atmosphäre getaucht – allerdings wurde es auch wesentlich nebliger und kälter. Dennoch war in den Marktgängen aufgrund des großen Besucherandrangs zwischendurch kaum mehr ein Durchkommen.

Die Kinder versammelten sich während des Weihnachtsmarkts vor dem Rathaus. Dort gaben sich Nikolaus, Knecht Ruprecht und Bürgermeister Patrick Haas die Ehre, um die Jüngsten zu beschenken und unter ihnen 450 Weckmänner zu verteilen.

Der Besuch des heiligen Nikolaus wurde musikalisch von der Jugendkapelle der Stadtmusik umrahmt.

Auch das anschließende Posaunenensemble der Stadtmusik und die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Donaueschingen trugen musikalisch zu der vorweihnachtlichen Stimmung unter dem hell erleuchteten Christbaum in Hüfingen bei. Bereits am Nachmittag hatte die Kinderflötengruppe unter der Leitung von Margarethe Koßbiehl vor dem Rathaus ihre Musikstücke zum Besten gegeben und die Besucher in eine festliche Stimmung versetzt.

Einst ein Krämermarkt

Der Hüfinger Kloosemärt
ist ein besonderer Weihnachtsmarkt, dem seine Vergangenheit als Krämermarkt für die ländliche Bevölkerung noch immer etwas anzumerken ist. Früher galt der Markt, der immer am Dienstag vor dem Nikolaustag stattfindet, als Einkaufsadresse für die Bewohner der umliegenden Ortschaften, die sich dort mit Waren für den kommenden Winter eindeckten.