Seit 2019 trifft sich der Nikolaus mit den Kindern aus Herzogenweiler im örtlichen Rathaussaal zum vorgesehenen Zeit- und Treffpunkt um den 6. Dezember herum.
Solange kommt auch Andreas Berger von der Kolpingsfamilie Brigachtal immer wieder aufs Neue gerne als Nikolaus zu den Kindern.
Dass alle kommen, heuer 43 an der Zahl, so viele wie noch nie, zeige ihm, dass sich Herzogenweiler nicht nur verjüngt, sondern dass auch der Zusammenhalt funktioniere. Dies sei „toll und selten anzutreffen“, alles andere als selbstverständlich.
Als er früher noch mit dem Motorschlitten nach Herzogenweiler kam, ihn im Ort abstellte und einzelne Familien aufsuchte, da komme er eben nur mit einem Teil in Berührung, aber nicht mit allen. Und dann noch ein Seitenhieb: „Alle Häuser haben zwar Nummern, aber finde die zuerst mal. Was macht ihr, wenn ihr den Krankenwagen braucht“, strählte der Nikolaus.
Geschichte vom Nikolaus
Aber dann wieder zur Sache: „Das ist nicht mein Hut, sehe ich so aus“, als ein Kind sein Geschenkle mit der Zipfelkappe vom Weihnachtsmann abholte. Berger legte die Karriere des Weihnachtsmanns offen und die vom Nikolaus, der immer als Bischof im Rauchmantel kommt, wie der „echte“ Nikolaus, der Bischof von Myra, mit Sterbetag 6. Dezember, drum dies als Namenstag.
Dass den Kindern diese unterschiedlichen „Weihnachtstraditionen“ bewusst sind, darauf legt Andreas Berger großen Wert. „Das habe mal zum Allgemeinwissen gehört“. Es sei schwierig, dies nicht als trockenen Stoff rüberzubringen, erklärte der im 39. Dienstjahr stehende Nikolaus.
Und was die Geschenkle anbetrifft: Nikolaus von Myra erbte reich und leistete es sich, großzügig zu sein. Auch das ist nicht selbstverständlich, verdeutlichte der Nikolaus den Kindern. Und wenn man etwas bekommt: Danke. Aha. Auch das gehört dazu.
Das Kind, das den Bischofsstab vom Bischof Nikolaus hütet, während er arbeitet, das bekommt den Nikolausmalzer als kleine Belohnung.
Eine ganz entspannte Atmosphäre und leuchtende Augen. Punsch und einen Extra-Lebkuchen gab es hinterher.