Der Abbruch auf dem Grundstück des ehemaligen Schulgebäudes in der Schulstraße 6 geht voran. Dort sollen bald vorerst Parkplätze entstehen. Wie der weitere Zeitplan aussieht.
Aus dem ehemals stattlichen Gebäude in der Schulstraße 6 in der Innenstadt ist nicht mehr viel zu sehen. Seit Anfang November die Abrissarbeiten begonnen haben, wurde das ehemalige Schulgebäude Schritt für Schritt dezimiert – zuerst musste das Dach, dann die einzelnen Stockwerke dran glauben. Inzwischen stehen nur noch zwei Wände des Erdgeschosses.
Der Grund für den Abbruch des städtischen Gebäudes war die Gefahr eines Einsturzes bei starken Windböen oder Erdbeben. Ein Ingenieurbüro stellte fest, dass unter anderem die Holzbalkenlage sowie die Schwellen unter den Wänden im Erdgeschoss im nichtunterkellerten Bereich fast komplett durch Braunfäule zerstört worden sind. Die Fachwerkspfosten der straßenseitigen Fassade standen nicht mehr auf der Holzschwelle auf, da diese quasi nicht mehr vorhanden war. Die Folge: Das Gebäude war nicht mehr standsicher. Der Gemeinderat beschloss daher Anfang Oktober den schnellstmöglichen Abriss des historischen Gebäudes.
Verlängerung der Sperrung nicht ausgeschlossen
Nun biegt – wie auch augenscheinlich erkennbar – der Abriss auf die Zielgerade ein. Geplant ist, dass die Abbrucharbeiten bis Ende Januar abgeschlossen sind, wie Stadtsprecher Thomas Jauch unserer Redaktion auf Nachfrage mitteilt. Mit einer Einschränkung: „Witterungsbedingt und damit auch arbeitsorganisatorisch sind gelegentliche Arbeitspausen in dieser Jahreszeit unvermeidlich.“ Die Notwendigkeit einer Verlängerung der Bau- und Sperrzeit um einige Tage sei daher nicht auszuschließen.
Noch 2025 soll Grundstück weiterverkauft werden
Derzeit ist die Schulstraße für den Verkehr nicht passierbar. Ist der Abriss abgeschlossen, dürfen sich Autofahrer dort aber auf zusätzliche zentrumsnahe Parkplätze freuen. Diese vorläufige Nachnutzung für das Grundstück sei weiter vorgesehen – auch hinsichtlich der anstehende Vollsperrung der Zollernstraße und folglich dem Wegfall der dortigen Parkplätze.
Konkret werde „eine ebene, provisorische Schotterfläche“ für parkende Autos eingerichtet. Die Herstellung der Schotterfläche folge in einem separaten, gegebenenfalls zeitlich getrennten Bauabschnitt im Anschluss. Da es sich nur um eine Schotterfläche handele, sei derzeit nicht beabsichtigt, einzelne Stellplätze als solche auszuweisen. Diese Leistungen sind laut Jauch noch nicht beauftragt. Es steht also noch nicht fest, wann dort geparkt werden kann.
Wohnbebauung ist geplant
Nur so viel: Ganz so lange dürfte es nicht dauern. Denn bereits in diesem Jahr ist eine Weitervermarktung des Grundstücks vorgesehen. Das Ziel ist, dort Wohnungen zu bauen. Ein potenzieller Käufer des Grundstücks soll vertraglich zum Bau verpflichtet werden.