Künftig soll auch in Schömberg möglichst klimaneutral geheizt werden. Auf diesem Weg dorthin erstellt die Gemeinde zunächst eine kommunale Wärmeplanung. Foto: Thomas Fritsch

Schömberg muss bis 30. Juni 2028 einen Plan erstellt haben, wie in der Kommune klimaneutral geheizt werden kann. So sieht der nächste Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel aus.

Deutschland will bis zum Jahre 2045 klimaneutral sein, Baden-Württemberg sogar bis 2040. Deshalb müssen die Häuser weg von Öl- und Gasheizungen.

 

Als Schritt dorthin müssen Städte und Gemeinden Wärmepläne erstellen. Kommunen unter 100 000 Einwohner und damit auch Schömberg haben bis 30. Juni 2028 dazu Zeit.

Mehr Effizienz

Ein kommunaler Wärmeplan hilft dabei, den Anteil erneuerbarer Energien und die Effizienz bei Heizungen zu steigern, teilt die Gemeindeverwaltung Schömberg mit. Mögliche Engpässe oder Ineffizienzen sollen vermieden werden.

Fördermittel vom Bund

Zum Erstellen eines solchen Wärmeplans vergab der Gemeinderat von Schömberg in seiner jüngsten Sitzung die Ingenieurleistungen an das Ingenieurbüro RBS wave GmbH zum Preis von rund 44 000 Euro. Die Mittel stelle der Bund zur Verfügung, teilte Bauamtsleiter Martin Dittler mit: „Die Ausgaben sind durch die Einnahmen gedeckt.“

Davon betroffen seien grundsätzlich alle Gebäude in Schömberg, teilte Dittler auf Nachfrage von Gemeinderat Friedbert Stahl (CDU) mit. Es geht folglich nicht nur darum, wie in einem bestimmten Quartier künftig geheizt wird. Auch solche Quartierskonzepte waren im Gemeinderat schon einmal Thema.

Verkleidete Wärmepumpen in Schömberg Foto: Wolfgang Krokauer

Michael Nothacker (UWV) fragte, warum nur bei einer Firma ein Angebot eingeholt worden sei. Bürgermeister Matthias Leyn antwortete, dass das Unternehmen bereits mehrere Kommunen betreue. Für die Firma sei deshalb leichter eine solche Wärmeplanung zu erstellen.

Streiter vor Ort nötig

Udo Bertsch (UWV) war generell skeptisch hinsichtlich einer solchen Planung. Gebe es vor Ort keine Streiter, werde daraus auch nichts. Dann habe man halt ein Konzept.

Trotz der kritischen Stimmen beschloss der Gemeinderat einstimmig, die Ingenieurleistungen für die kommunale Wärmeplanung an das vorgeschlagene Unternehmen zu vergeben.