Eine „gemeinsame Gartenschau“ der Mobilität und des Nahverkehrs soll es in Freudenstadt und Baiersbronn 2025 geben. Daran arbeitet die Gartenschau Freudenstadt und Baiersbronn 2025 gGmbH mit viel Elan.
Die Gartenschau 2025 in Freudenstadt und Baiersbronn – so eine Gartenschau gab es zuvor noch nie. Warum? Das erklären Cornelia Möhrlen, Geschäftsführerin der Gartenschau, und Heiko Klumpp, zuständig für Marketing und Kommunikation, im Gespräch mit unserer Redaktion.
„Wir möchten diese Gartenschau für und mit allen machen, deshalb wollen wir möglichst alle früh einbinden. ‚Gemeinsame Gartenschau‘ steht für uns als Überschrift über dem Ganzen“, erklärt Heiko Klumpp. Deshalb sei die Gartenschau Freudenstadt und Baiersbronn 2025 gGmbH „in engen Abstimmprozessen mit Kommunen“, ergänzt Geschäftsführerin Cornelia Möhrlen.
Schon über 200 Helfer
Damit die „gemeinsame Gartenschau“ zum Erfolg werden kann, braucht es viele Helfer. „Wir hatten bereits mehrere Informationsveranstaltungen und schon über 200 ehrenamtliche Registrierungen“, berichtet Möhrlen. Doch es brauche noch deutlich mehr Leute die im „Tal X“ mitanpacken. Denn das Forbachtal zwischen Freudenstadt und Baiersbronn wird zur Hauptattraktion.
„Wir wollen das Thema Mobilität im Tal stark spielen“, sagt Geschäftsführerin Möhrlen. Dazu gehört neben der Möglichkeit, mit dem Fahrrad auf der Gartenschau unterwegs zu sein, – das war bisher auf keiner anderen Gartenschau erlaubt – auch der öffentliche Nahverkehr. „Wir haben unglaubliches Glück mit mehreren Anbindungen des ÖPNVs. Wir können 6,5 Millionen Menschen in dem Radius ansprechen, den wir brauchen. Das ist die Hälfte der Bevölkerung von Baden-Württemberg“, erläutert Möhrlen. Des Weiteren seien auch regionale Busunternehmen daran, ein Konzept zu entwickeln.
Neben dem Mobilitätsthema, also wie die Besucher zur Gartenschau kommen und sich dort bewegen können, beschäftigt das Gartenschau-Team vor allem, was auf dem Gelände der Gartenschau passiert. Dazu gehören die Daueranlagen, der Grundausbau und die Ausstellung.
„Einzigartiger Talraum“
„Wir werden im Friedrichstal eine große Veranstaltungsfläche haben, da wird auch das Hauptzelt sein. Der Sportplatz im Friedrichstal wird ummodelliert, so dass wir da eine Veranstaltungsfläche haben, dort findet dann viel von der Ausstellung statt“, sagt Möhrlen. Gebaut werden müssen auch temporär eine Strom- und Wasserversorgung sowie Wege, damit das Gelände nutzbar ist, erklärt Klumpp dazu. Vieles werde nach der Gartenschau zwar zurückgebaut, aber die Daueranlagen bleiben: „Das sind alles Projekte, welche die Lebensqualität nachhaltig und in die Zukunft gerichtet wesentlich erhöhen – in beiden Orten“, sagt Klumpp. Wirtschaftlich wäre all das ohne den Gartenschauzuschlag nicht möglich gewesen, wie die beiden erklären.
„Es ist ein einzigartiger Talraum den wir bespielen, der eine unglaubliche Vielfalt hat. Das werden wir versuchen anhand einer virtuellen Zeitreise abzubilden“, sagt Geschäftsführerin Möhrlen. So sei angedacht elf Stelen zu platzieren, durch die die Besucher sich mittels „Augmented Reality“ zu verschiedenen Zeitpunkten in der Geschichte zurückkatapultieren können. Und Klumpp ergänzt: „Es ist ein Tal, in dem Menschen leben und arbeiten, und das schon seit dem Mittelalter. Diese Geschichte echt und authentisch näherzubringen war uns ein Anliegen. Nur mit Tafeln und Infotext erreichen wir sicher nicht so viele, wie mit dieser besonderen Art und Weise .“
„Ich glaube wir werden deutlich andere Zielgruppen ansprechen, wie zum Beispiel Familien und Aktiv-Urlauber, ergänzend zu denen die sowieso die Gartenschau lieben und besuchen werden“, meint Möhrlen.