Die Nachfrage nach den „Speed-Terminen“ war groß. Foto: Siegmeier

Das zweite Azubi-Speed-Dating in der Stadthalle kommt sehr gut an. 277 Schüler aus Rottweil und dem Umland nutzen das Angebot der insgesamt 43 Aussteller ganz unterschiedlicher Branchen. Wir waren vor Ort

Die Roll-Ups sind aufgebaut, die Giveaways liegen bereit und die Listen mit den Gesprächspartnern auch. Die 43 Unternehmen, Institutionen, Handwerksbetriebe und Einzelhändler sind für die zweite Auflage des Azubi-Speed-Datings, das die Stadt Rottweil in der Stadthalle anbietet, bestens vorbereitet und die Stimmung ist überwiegend gut. „Wir haben 20 Gespräche, das ist prima“, freut sich Jasmin Springmann von der AOK.

 

Termin wird sehr gut angenommen

Sehr zufrieden und überrascht, dass die Veranstaltung so gut angenommen wird, ist auch Ursula Eckstein, Ausbildungsleiterin bei der ENRW. „Es sind alle Termine belegt“, sagt sie. „Ausgebucht“, heißt es auch bei Kern Liebers. „Das Format ist sehr gut. Kurz, knackig und prägnant“, sagt Gesamtausbildungsleiter Andreas Bitzer. Und bei Kern Liebers habe auch mancher Kandidat schon einen Ausbildungsplatz bekommen.

Ergänzung zur Starter-Messe

Oberbürgermeister Christian Ruf eröffnete die Veranstaltung und machte deutlich, dass das Azubi-Speed-Dating keinesfalls ein Ersatz für die Starter-Ausbildungsmesse sei, sondern vielmehr eine Ergänzung, die gerade auch für kleine Betriebe attraktiv sei. Und auch in diesem Jahr war das Spektrum der Aussteller wieder sehr vielfältig, das vom Industriebetrieb über Pflegeeinrichtungen, die Verwaltung, Behörden und Dienstleistung, bis hin zu Handwerksbetrieben reichte. Auch zwei Einzelhändler waren anzutreffen. „Ich bin zum ersten Mal dabei und habe neun Anmeldungen für Gespräche, das ist toll“, sagt Magnus Hugger von Betten Hugger. „Bewerbungsmappen bekommen wir schon seit Jahren nicht mehr“, ergänzt er und sieht gute Chancen über diesen Weg das Interesse für den Einzelhandel zu wecken.

Gute Mischung

„Die Stadt Rottweil weiß um die Schwierigkeit des Fachkräftemangels, der bereits beim Finden von Auszubildenden beginnt. Um sie dabei zu unterstützen, bieten wir diese Veranstaltung an, obwohl das Land dafür keine Fördermittel mehr zur Verfügung stellt“, machte der OB deutlich. Ziel sei es, die Region weiter zu stärken, jungen Menschen die Möglichkeiten der Region aufzuzeigen und die eigenen Fachkräfte in der Region auszubilden und am Standort zu halten.

Auch Bettina Weigl von der Städtischen Wirtschaftsförderung, die die Veranstaltung gemeinsam mit Simone Perk von der Dialogmanufaktur Rottenburg organisiert hatte, war mit der Resonanz sehr zufrieden und sieht sie ebenfalls als gute Ergänzung zur Starter-Ausbildungsmesse. „Es konnten alle Anmeldungen berücksichtigt werden und die Mischung ist gut“, so ihr Fazit. Oberbürgermeister Christian Ruf und Wirtschaftsförderer Alexander Stengelin nutzten de Möglichkeit, um mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen.

Und auch die Schüler, die im Foyer der Stadthalle auf ihren „Einsatz“ warteten, wo übrigens auch die Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer Konstanz und die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg mit Infoständen vertreten waren, sahen in dem Angebot eine gute und „schnelle“ Möglichkeit die Firmen kennenzulernen und sich über die Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Angeschrieben waren die Schulen ab der achten Klasse. „Aber es sind überwiegend Schüler ab der neunten Klasse da“, sagte Simone Perk von der Dialogmanufaktur, die die Veranstaltung als „sehr erfolgversprechende Ergänzung zu Ausbildungsmessen“ sieht.

Einfaches Prozedere

Das Prozedere ist für die Schüler recht einfach. Wenn sich die Schulen angemeldet haben, bekommen die Klassen Besuch von der Dialogmanufaktur, die die Angebote und Ausbildungsmöglichkeiten vorstellt. Im Anschluss können sie sich über die online-Plattform für die Gespräche anmelden, die dann vor Ort zehn Minuten dauern.

„Manchmal gibt es viele Fragen von den Schülern, manchmal referiert man einfach auch nur über die Ausbildungsmöglichkeiten“, sagt Beate Hezel von der Schwarzwälder Bote Medienvermarktung Südwest GmbH, die ebenfalls mit einem Stand vertreten ist. Noten, Zeugnisse oder Bewerbungsunterlagen spielen bei den Gesprächen keine Rolle. „Das ist cool“, so die Resonanz der Schüler.