Bei den Krippenspielen in Schonach und Triberg hatten die jungen Darsteller an Heiligabend ihren großen Auftritt. Sie inszenierten die Weihnachtsgeschichte.
Franz von Assisi soll es einst ins Leben gerufen haben – in einer Höhle am 24. Dezember 1223 soll der Heilige das allererste Krippenspiel aufgeführt haben. Heute gehören Krippenspiele, vor allem in Deutschland, zu Heiligabend einfach dazu.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Krippenspiels der evangelischen Christuskirche in Schonach stand die Reise der drei Sterndeuter, die dem Königsstern nach Jerusalem und weiter nach Bethlehem folgten. Dort brachten sie dem Kind in der Krippe ihre Gaben und beteten es an.
Die jungen Darsteller verzauberten das Publikum mit ihrer Ernsthaftigkeit und kindlichen Spielfreude. Unterstützt wurden sie von „der Band“ aus verschiedenen Blasinstrumenten. Auch die Orgel erklang.
Am Ende waren aus den Sterndeutern weise Männer geworden – sie hatten im Traum die bösen Absichten des Königs Herodes erkannt und folgten ihrem Wissen. Statt nach Jerusalem zurückzukehren, folgten einem anderen Weg.
Krippenspiel reiht sich an Krippenspiel
„Jetzt wissen wir aber noch nicht, welche Gaben sie brachten“, erkannte Pfarrer Markus Ockert und fragte in der voll besetzten Kirche nach. Für ihn war der Heiligabend ganz schön stressig, da in allen fünf von ihm geleiteten Gemeinden in recht kurzen Abständen Krippenspiele stattfanden.
Einen humorvollen Blick auf das Christfest warf die katholische Gemeinde Triberg in der Stadtkirche – dort war auch Diakon Klaus-Dieter Sembach anwesend, der die Gemeinde durch einen geistigen Impuls bereicherte.
„Warum feiern wir Weihnachten?“ – unter dieses Motto hatten Yvonne Bischof, Katharina D’Angelo, Karin Kammerer und Sandra Sieber das diesjährige Krippenspiel gestellt. Die junge moderne Familie wollte genau das wissen. Waren die die Plätzchen, die Mutter unbedingt backen musste? Oder doch eher die bunte Beleuchtung, die Vater extra gekauft hatte?
Hirten und Sterndeuter kommen zum Stall
Doch nicht nur diese humorvollen Momente prägten das Stück. Denn immer wieder erfolgte der Rückblick auf das Jahr der Geburt Christi, in dem der Wirt des Goldenen Schwans den Stall an Maria und Josef vermietete. Nach Jesu Geburt kamen dorthin die Hirten, denen die Engel die frohe Botschaft verkündigtet hatten, und die drei Sterndeuter.
Am Ende waren die Plätzchen verkohlt, die bunte Beleuchtung funktionierte nicht – aber: „Die Kinder haben uns heute gezeigt, was Weihnachten wirklich bedeuten kann: Freude über die Geburt des Herrn, Gemeinschaft und das Teilen besonderer Momente“, so der Diakon.