Markthändlerin Nicole Lumetta verkaufte an ihrem Stand unter anderem Diabetiker-Socken. Foto: Vincent Kapitel-Stietzel

Beim traditionellen Gallusmarkt gab es am Montag wieder ein buntes Sammelsurium an Waren und Leckereien in der Rangendinger Ortsmitte.

Trotz grauem Himmel und Temperaturen um die 15 Grad nutzten Händler und Marktbeschicker die Chance, beim Traditionsmarkt auf der Haigerlocher Straße für ihre Waren zu werben: An mehr als einem dutzend Ständen gab es etwa reichlich Kleidung, Handtaschen, Plüschtiere oder verzierte Glückwunschkarten zu haben.

 

Auch wenn die Anzahl der Besucher und Schaulustigen am späten Vormittag in der Ortsmitte vergleichsweise überschaubar war, tat das der guten Stimmung beim Krämermarkt keinen Abbruch: Während Schuhe und Poliermittel über die aufgeklappten Ladentische wanderten, gab es einiges an freundlichem und gut gelauntem Small Talk zwischen den Händlern und ihrer Laufkundschaft.

Der größte Andrang war an der Würstchenbude

Insbesondere Senioren waren in der Haigerlocher Straße stark vertreten und nutzten die Chance, sich mitten im Ort eindecken zu können – oder an einem der zwei Süßwarenstände ihre Magenbrot-Vorräte aufzufrischen. Besonders großer Andrang herrschte einige Meter vor der Apotheke, wo sich ein ganzer Pulk von Marktbesuchern an der Würstchenbude mit Pommes, Cola, Hotdogs und Currywurst versorgte und sich anschließend gemütlich an den davor aufgestellten Klapptischen unterhielt.

Insbesondere Senioren besuchten am Montag den Rangendinger Gallusmarkt in der Ortsmitte. Foto: Kapitel-Stietzel

Ein Stück hinter dem Imbissstand hatte sich Nicole Lumetta mit ihrem Stand von „Dogan Sock’s“ platziert. Die Hechinger Händlerin, die dutzende Sorten verschiedenster Socken und Strümpfen sowie Schmuck mitgebracht hatte, zeigte sich zufrieden: Man sei schon seit vielen Jahren an beiden jährlichen Terminen des Gallusmarkts dabei.

Stammkunden kaufen Wolle und Spezialsocken

Zudem habe in Rangendingen eine treue Stammkundschaft. Sonst sei der Sockenhandel in einem Umkreis von bis zu 90 Kilometern von Hechingen entfernt unterwegs, deswegen sei Rangendingen quasi ein „Heimspiel“. Gefragt seien in der Gemeinde nicht nur die aus handgestrickter Wolle, sondern auch Diabetiker-Socken: Diese habe ihre Mutter Ingrid Dogan einst erfunden und zusammen mit einem Hechinger Kleidungsunternehmen auf den Markt gebracht, erklärte die Marktbeschickerin stolz.

Seinen Namen hat der „Galla-Markt“ daher, dass er traditionell immer am Montag vor dem Kirchenpatrozinium zum Gedenken an den Heiligen Gallus stattfindet.