Zum zehnjährigen Bestehen des Vereins „Kultur vor Ort Pfalzgrafenweiler“ gab das Salonorchester „Die Palastperlen“ in der Festhalle ein umjubeltes Konzert. Genau so hatte die Erfolgsgeschichte des Vereins vor zehn Jahren auch begonnen.
Im Jahr 2014, dem Gründungsjahr des Kulturvereins in Pfalzgrafenweiler, hatte das mit zwölf professionellen Musikern und einem moderierenden Sänger besetzte Salonorchester „Die Palastperlen“ die Veranstaltungsreihe in der damals frisch sanierten Festhalle eröffnet.
Zwischenzeitlich war das Ensemble mit seiner Musik der 1920er- und 1930er-Jahre ein weiteres Mal in Pfalzgrafenweiler und spielte auch jetzt das Jubiläumskonzert im feierlichen Ambiente der voll besetzten Festhalle.
Vereinsvorsitzende Susanne Kolenko stimmte in ihren Begrüßungsworten auf einen „strahlenden und besonderen Abend“ ein, dem sie mit einer goldenen Stola zusätzlichen Glanz verlieh. Kolenko blickte auf die Gründungszeit und den langjährigen Vorsitz von Ehrengast Elke Mäder zurück.
Der Verein „Kultur vor Ort Pfalzgrafenweiler“ sei gewachsen und zeige sich heute vielfältig und gestärkt – dank aller Vereinsmitglieder, die ganzjährig in ihren Verantwortungsbereichen tätig seien, so Kolenko. Ihr Dank galt auch der Gemeinde Pfalzgrafenweiler, die den Kulturverein von Anfang an unterstützt und begleitet habe.
Luftballons, Rosen und Servietten
Bürgermeister Dieter Bischoff unterstrich die Bereicherung des Lebens und der Gemeinde durch den Kulturverein mit seinem „tollen Angebot“ und damit gleichzeitig die Bedeutung der Kultur für die Gesellschaft. Dabei erinnerte er an die Vorstellung des Projekts „Kulturverein“ im Gemeinderat Pfalzgrafenweiler durch Elke Mäder. Er freue sich, so Bischoff, dass nach deren langjährigem Engagement als Vorsitzende der Verein inzwischen von Susanne Kolenko weitergeführt werde.
Im mit Jubiläumsluftballons, Rosen auf den Bistrotischen und der Einladung auf den Servietten „Heute feiern wir“ festlich dekorierten Saal gratulierten „Die Palastperlen“ zum Jubiläum mit ihrem Konzert unter der Überschrift „Mit Schellack und Lametta“.
Amüsante Geschichten zwischendurch
Dabei wurden die goldenen Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit vergnüglichen und mitreißenden Melodien musikalisch lebendig, die beim Publikum bestens ankamen. Mit unterhaltsamen Worten leitete Conférencier und Sänger Andreas Hohl von einem Musikstück zum nächsten über. Er servierte amüsante Geschichten und Anekdoten.
Gemeinsam mit Klarinettistin und Saxofonistin Viola Bommer im Duett, als Trio mit Saxofonistin Silke Schöninger sowie als Barbershop-Quartett zusätzlich mit Saxofonist Ulrich Stefan sang er sich in die Herzen der Gäste. Bommer wiederum beeindruckte auch als Solistin – mit Klavierbegleitung von Guido Willwerth – am Gesangsmikrofon und trug so zu einem besonderen Konzerterlebnis mit einer Portion Gänsehaut bei.
Publikum fordert Zugaben
Die Stückauswahl des ersten Konzertteils, so war im Vorfeld zu erfahren, stammte aus dem Programm zum 20-jährigen Bestehen des Ensembles aus Engelsbrand, das 2003 gegründet wurde. Der zweite Konzertteil war weihnachtlichen Songs einschließlich der in deutscher Sprache besungenen „Winterwunderwelt“ gewidmet.
Einer der emotionalen Momente des Jubiläumskonzerts war das allerälteste Stück im Repertoire der „Palastperlen“ aus dem Jahr 1743 „Oh Come, all ye Faithful“, gesungen von Viola Bommer und am Klavier begleitet von Guido Willwerth.
Mit „The Christmas Song“ und „Santa Claus is Coming to Town“ sollte das stimmungsvolle Jubiläumskonzert ausklingen. Doch das begeisterte und heftig applaudierende Publikum entließ „Die Palastperlen“ erst nach der Zugabe „I’m Dreaming of a White Christmas“ und dem von Andreas Hohl als Rausschmeißer angekündigten „Baby, it’s Cold Outside“ in die Kälte der Nacht.