In Blumberg haben die Bauarbeiten für die neue Rettungswache des DRK-Kreisverbands Donaueschingen begonnen. Mit einer Bauzeit vor rund einem Jahr wird gerechnet.
Mit dem Spatenstich des DRK-Kreisverbands Donaueschingen wurde jetzt im Neubaugebiet Zur Lauffenmühle direkt hinter dem Blumberger Ärztehaus soziale Geschichte geschrieben.
Mit großer Präsenz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wurde diese fortschrittliche Investition mit der Eröffnung der Baumaßnahmen im würdigen Rahmen gebührend gefeiert.
„Neue Zeit bricht an“
Nicht nur für Kreisgeschäftsführer Tobias Rosenstiel ist dieser Akt ein Meilenstein in der Historie des DRK-Kreisverbandes. „Hier bricht gerade eine neue Zeit an“, hob er bei der Feierstunde auf dem Bauplatz die Bedeutung dieses Projektes hervor. Dass man selbst ein neues Gebäude erstellt, ist für den Kreisverband eine echte Premiere und ein Quantensprung.
Nachdem der bisherige Standort mit der Garage in der Blumberger Eichendorfstraße den gewachsenen Herausforderungen nicht mehr gerecht wurde, stand die Disposition einer anderen Niederlassung schon einige Jahre auf der Agenda. Die finanziellen Mittel waren aber eingeschränkt.
Nun kann dieses Vorhaben auf Grund von Landesfördermitteln im Rahmen des Sondervermögens mit einem enormen Zuschuss von 1.338.278 Euro realisiert werden. Insgesamt sind Baukosten von rund 2,1 Millionen Euro kalkuliert. „Wir hoffen hier noch auf einige Spenden“, erklärt Tobias Rosenstiel.
Beim gemeinsamen Spatenstich, bei dem auch der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Armin Hensler und der Schatzmeister Andreas Callenbach anwesend waren, herrschte in der großen Runde überall Feierstimmung. Vom Landesverband konnte aus der Führungsriege Johannes Eisele begrüßt werden. Auf einem baugetreuen Transparent wurde der gesamte Komplex in seiner rationalen Bauweise vorgestellt.
Armin Gut stellt Projekt vor
Der verantwortliche Architekt Armin Gut aus Fützen mit Firmensitz in Hüfingen stellte im Gespräch das ökologische Flachdachgebäude vor. Mit einer Baugröße von 22,5 auf 17 Meter nimmt die geplante Rettungswache eine neue Dimension ein. Von der Fahrzeughalle, Nebenräumen zur Einlagerung und Pflege, Schulungszimmer, Küche und einem Aufenthaltsort mit bis zu drei Ruheräumen wird ein hoher Standard erfüllt. Sanitäre Anlagen mit Dusche und Umkleidemöglichkeiten und ein Büro für die Geschäftsführung ergänzen diese weiträumige Anlage.
„Wir rechnen mit einer Bauzeit von knapp einem Jahr“, prognostiziert der Planer Armin Gut. Mit Fernwärme über die ESB Blumberg sowie einer Fotovoltaikanlage werden energetisch umweltfreundliche Voraussetzungen geschaffen. Mit regionalen Handwerksbetrieben wie den Baufirmen Merz aus Riedböhringen oder Kromer aus Ewattingen setzt man auf viel Erfahrung.
Kein Problem mit Anliegern
Kein Problem gab es auch mit den Anliegern. In dem anliegenden Wohngebiet entsteht inzwischen das fünfte Familienhaus. Auch das angefertigte Schallschutzgutachten sorgte für breite Zustimmung.
Für die beiden Anwesenden des aktiven Rettungsdiensts, der Notfallsanitäterin Liz Limberger aus Bad Dürrheim sowie Volker Ehrich aus Wolterdingen, ist diese fortschrittliche Anlage als einer der neuen Arbeitsplätze ein echter Zugewinn. Ihre über 40-Stunden-Woche mit Sonntag, Feiertags- und Nachteinsätzen gehen sie immer voller Überzeugung und Leidenschaft für den Beruf an.
„Ein Mehrwert“
Der stellvertretende Blumberger Bürgermeister Rainer Gradinger drückte für diese Investition den ganzen Respekt der Stadt Blumberg aus. „Als zentraler Ort in der Nähe zum Ärztehaus ist es leicht erreichbar und für Blumberg ein Mehrwert und eine große Bereicherung“, hob er den Stellenwert dieses Projektes hervor.
Im regen Austausch wurden nach dem Spatenstich mit einem Glas Sekt und schmackhaftem Laugengebäck noch lebhafte Gespräche geführt. Die DRK-Assistentin Patricia Hofmeyer war hier mit ihrem Team ein charmanter Gastgeber.
Mittendrin auch der Geschäftsführer der M3 Immo GmbH Blumberg, Zimmerermeister Christian Müller, der mit seinem Bruder Julian Müller vor einigen Jahren als Investor in diesem neuen Baugebiet ein klares Zeichen für die Zukunft setzte. Für die Infrastruktur der Stadt Blumberg wird mit der neuen Rettungswacht eine weitere Bereicherung geschaffen, waren sich alle einig.
Hoffen auf weitere Spenden
Der DRK-Kreisgeschäftsführer Tobias Rosenstiel setzt nun mit weiteren Spenden auf weitere finanzielle Hilfe.
„Dieses Projekt ist mit 850.000 Euro Eigenanteil für unseren gemeinnützigen Verein eine große Herausforderung“, fügte er hinzu.