Denise Wossmann, die neue Frau für Outdoor-Veranstaltungen, will künftig das Kloster und die Klosterstraße stärker in ihre Aktionen einbinden. Foto: Zoller

Frischer Wind für die Stadt Bad Herrenalb: Denise Wossmann ist die neue Veranstaltungsleiterin Outdoor. Sicherheitsfragen stehen für sie ganz vorne.

Seit Oktober 2024 ist Denise Wossmann die neue Frau für Outdoor-Veranstaltungen bei der Touristik Bad Herrenalb. Sie hatte mit dem Adventsmarkt gleich ihre erste große Bewährungsprobe. „Ich durfte den Markt komplett alleine planen“, sagt sie rückblickend. Eine echte Herausforderung – und eine, an der sie gewachsen ist.

 

Als Quereinsteigerin aus der Gastronomie kennt Wossmann das Organisationstalent und die Hands-on-Mentalität, die es für Veranstaltungen braucht.

Zukünftige Gestaltung Rückblickend sieht sie den Adventsmarkt mit gemischten Gefühlen. „Die entzerrte Aufstellung hat mir nicht so gut gefallen – es war alles ein bisschen zu verstreut.“ Klar ist für sie: Die zukünftige Gestaltung des Marktes braucht neue Konzepte. Besonders die Sicherheitsmaßnahmen sollen neu gedacht werden – und das in enger Abstimmung mit Feuerwehr, Polizei, Sanitätsdiensten und dem Ordnungsamt.

„Sicherheitsfragen stehen für mich ganz vorne“, betont Wossmann. „Das ist eine wichtige Grundlage, nicht nur für den Adventsmarkt, sondern für alle zukünftigen Märkte in Bad Herrenalb.“

Klare Vision

Mehr Atmosphäre Eine zentrale Erkenntnis aus ihrer ersten Veranstaltungserfahrung lautet: „Ein Adventsmarkt geht und steht mit der Atmosphäre.“ Deshalb hat sie eine klare Vision für die kommenden Jahre. „Da wir Jahr für Jahr wunderschöne Lichtinstallationen im Kurpark haben, würde ich den Adventsmarkt gerne genau dorthin verlegen.“ Der Vorteil: mehr Atmosphäre, mehr Abstand zur Straße – und eine harmonische Einbettung in das bestehende Winterlichterkonzept. Sollte der Platz im Kurpark allein nicht ausreichen, wäre der Rathausplatz als Erweiterung vorgesehen.

Auch das Kurhaus rückt in den Blickpunkt: „Mit der Konzertmuschel hätten wir dort eine Bühne, auf der man Musik abspielen könnte“, so Wossmann. Ob es dieses Jahr Live-Musik geben wird, lässt sie bewusst offen: „Es gab Kritik – und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.“ Eine Alternative wäre stimmungsvolle Hintergrundmusik, „zumal die GEMA-Gebühren in den letzten Jahren exorbitant gestiegen sind“, merkt sie an.

Zahlreiche Anfragen

Erste Gespräche Die ersten Gespräche zur Neuplanung laufen bereits. Ein wichtiger Punkt dabei: die technischen Anschlüsse für die Stände. „Aber da sehe ich keine großen Hürden. Zur Gartenschau 2017 wurden bereits viele Leitungen verlegt – das erleichtert die Planung erheblich“, erklärt Wossmann.

Auch für 2025 ist geplant, den Adventsmarkt erneut an zwei Wochenenden stattfinden zu lassen. „Die Hütten stehen ja bereits – so kann man ein weiteres Wochenende sinnvoll nutzen.“ Im Vorjahr waren es 70 Aussteller, die sich auf beide Wochenenden verteilten. Und schon jetzt liegen zahlreiche Anfragen für die kommende Ausgabe vor. „Es muss ein vielseitiges Angebot sein – eine bunte Mischung aus Handwerk, Vereinen und Kulinarik“, so Wossmann. Auch das Kloster und die Klosterstraße sollen künftig in das Marktgeschehen eingebunden werden – als zusätzliche Attraktion und zur Belebung des gesamten Stadtzentrums.

Dabei bleibt Wossmann wichtig: „Der Weihnachtsmarkt sollte draußen stattfinden, aber das Foyer des Kurhauses könnte eingebunden werden – einige Aussteller möchten ihre empfindlichen Produkte nicht im Freien präsentieren.“

Eine Herausforderung

Im Winterschlaf Frischer Wind schade nicht – und der sei ohnehin dringend nötig: „Bad Herrenalb ist im Winterschlaf. Da kann man noch viel mehr initiieren.“

Auch über den Advent hinaus laufen bei ihr bereits die Planungen: Als Nächstes steht der Pfingstmarkt an, gefolgt vom Klosterfest. „Letzteres ist eine Herausforderung“, sagt sie. „Ich möchte die Klosterstraße dichter bestücken – dazu sind viele Gespräche mit den Anwohnerinnen und Anwohnern zu führen“.

Ein großes Thema sei auch, wie sich Vereine besser einbringen lassen. „Vielleicht präsentieren sich ja zwei Gruppen gemeinsam an einem Stand – das wäre nicht nur praktisch, sondern auch eine schöne Möglichkeit, die Vielfalt unserer Vereine sichtbar zu machen.“

Die Besucher dürfen also gespannt sein, was unter ihrer Leitung künftig entstehen wird.