Unter anderem weil er ein Gespräch im Rathaus in Ebingen heimlich aufgezeichnet haben soll, steht an diesem Mittwoch ein Mann vor dem Amtsgericht in Albstadt.
Laut Staatsanwaltschaft Hechingen wird dem Mann unter anderem Beleidigung in Tateinheit mit der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes vorgeworfen.
Im Rathaus Ebingen habe er demnach mit dem Oberbürgermeister höchstpersönlich sprechen wollen, habe mutmaßlich ein Tonaufnahmegerät nicht offen bei sich getragen und ein Gespräch aufgezeichnet.
Offenbar Bezüge zur Reichsbürgerszene
Bei dem Vorfall im Jahr 2022 soll er Beleidigungen wie „faschistoide Tante“ ausgestoßen und eine Aufnahme auf einer öffentlich zugänglichen Facebook-Seite veröffentlicht haben. Der Mann, so die Staatsanwaltschaft weiter, lasse Bezüge zur Reichsbürgerszene erkennen.
Zudem soll sich der Mann in einem Albstädter Baumarkt geweigert haben, während der Corona-Pandemie eine Maske zu tragen. Laut Staatsanwaltschaft wurde er daraufhin vom Marktleiter des Hauses verwiesen – blieb allerdings.
Vorwurf: tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte
Hinzugerufene Polizisten sprachen einen Platzverweis aus, den der Mann offenbar nicht akzeptieren wollte. Unmittelbarer Zwang wurde angewendet – der Angeklagte wehrte sich jedoch mit Schlägen gegen die Beamten, so der Vorwurf.
Angeklagt ist er daher zudem wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit Körperverletzung.