Die Oberndorfer Zahnklinik hat bis hin zur architektonischen Qualität einen besonderen Ruf. Auch darüber hinaus hat sich der Macher engagiert. Jetzt gibt er sein „Implaneum“ ab.
„Ich habe in jeder Beziehung meinen Traum verwirklicht. Eine solch erfolgreiche Zahnklinik aufzubauen und zu leiten, hat mir vom Start meines Zahnmedizinstudiums und meines Berufslebens vorgeschwebt“, resümiert Alex Hopf stolz und zufrieden, wenn er nun sein Lebenswerk, das „Implaneum“, vollständig in jüngere Hände übergibt.
Zum 1. Januar 2026 übernehmen Sandra Hopf, promovierte Zahnärztin sowie Master of Science in der Zahnmedizin, und Andreas Ruoss, seit neun Jahren im Implaneum als Zahnarzt tätig, jeweils zu 50 Prozent die Zahnklinik. Beide, schon zuvor Mitinhaber, sind gleichberechtigt in der Führung des zahnmedizinischen Unternehmens, in dem sich derzeit 50 Mitarbeiter, darunter sechs Zahnärzte und sechs Anästhesisten um das Wohl der Patienten kümmern.
Dank der räumlichen Ausstattung des Implaneums einschließlich Übernachtungsmöglichkeit ist es dem eingespielten Team möglich, umfassende implantologische Operationen unter Vollnarkose vorzunehmen.
Wegbegleiter seit der ersten eigenen Praxis
Alexander Hopf wurde am 3. März 1959 in Stuttgart geboren, wuchs aber in Oberndorf auf, ging hier zur Schule und machte 1978 sein Abitur, „mehr schlecht als recht“, meint er schmunzelnd. „Infolge meines Abi-Schnitts von 3,6 blieb mir nichts anderes übrig, als in Rumänien Zahnmedizin zu studieren, um meinen Traumberuf anzustreben“, erzählt Hopf freimütig. Nach Examen und Promotion 1985 in Rumänien praktizierte Hopf fünf Jahre lang in einer privaten Zahnarztpraxis in Stuttgart.
1990 eröffnete er in Oberndorf seine eigene Zahnarztpraxis im Kameralhof mit damals zwei Mitarbeiterinnen, Christine Messner und Heike Leimbeck. Diese beiden Mitarbeiterinnen der ersten Stunde sind auch heute noch Stützen im Klinikteam.
Leidenschaft für Implantologie
Die zahnmedizinische Implantologie faszinierte Hopf von Beginn an. „Schon in Stuttgart konnte ich erste Erfahrungen mit Implantaten sammeln. Mir war klar, dass auf diesem Gebiet die Zukunft lag und sich gut Geld verdienen lässt“, betont Hopf. In zahlreichen Fortbildungen im Bereich der Implantologie erwarb er die Fertigkeiten, die seinen Ruf als Spezialist auf dem Gebiet der Implantologie weit über Oberndorf hinaus begründeten.
„Sehr viel durfte ich von dem Nürnberger Professor Manfred Lang, dem Gründer des Internationalen Fortbildungszentrums für Zahnärztliche Implantologie, lernen. Er gilt als ein Pionier der Implantologie in Deutschland“, erklärt Hopf. Auch in den USA nahm er an Fortbildungen teil, unter anderem bei Professor Leonard Linkow, Begründer der modernen Implantologie.
2006 zog Alex Hopf mit seiner Praxis in den von seinem Bruder, dem Architekten Dietrich Hopf, geplanten und von der Architektenkammer ausgezeichneten Volksbank-Kubus auf dem Wöhrd um. 2019 erwarb Hopf das gesamte Gebäude, sein Bruder plante den Umbau zum Implaneum, das 2021 eingeweiht wurde. „Das hat unserer Zahnklinik definitiv nochmal einen kräftigen Schub gegeben“, unterstreicht Hopf.
„Unsere Patienten kommen aus einem Umkreis von rund 200 Kilometern, darunter auch einige aus dem Ausland.“ In den 35 Jahren seit seiner Niederlassung in Oberndorf sei ein Stamm von rund 18 000 Patienten in seinen Praxisräumen behandelt worden, stellt Hopf fest.
Engagiert für die Heimatstadt
Alex Hopf fühlt sich in Oberndorf ausgesprochen wohl, hier hat er seinen beruflichen Erfolg begründet, hier hat er seinen engeren Freundeskreis. „Ich verdiene in Oberndorf mein Geld. Für mich war es dann auch selbstverständlich, in meiner Heimatstadt in Immobilien-Projekte zu investieren, wobei ich das ohne meinen Bruder Dietrich nie angepackt und durchgezogen hätte“, bekräftigt er.
So wurde aus dem neueren Schwarzwälder-Bote-Hochhaus und dem ehemaligen Druckhaus das „Medizet“ mit Arztpraxen, einem Fitness-Center, Büroräumen und Wohnungen. Den Wöhrd-Wohnpark baute Alex Hopf nach den Plänen seines Bruders auf der Grundlage des von diesem 2001 erstellten und mit dem zweiten Preis eines internationalen Architektenwettbewerbs ausgezeichneten städteplanerischen Entwurfs in den Jahren 2022/23. Kurz nach der Eröffnung des Wöhrd-Parks starb Dietrich Hopf nach einer schweren Erkrankung.
Zukunft für ein Lebenswerk
„Es war doch ein schwerer Entschluss. Mir lagen einige Wahnsinns-Kaufangebote vor. Ich bin aber glücklich, dass nun mein Lebenswerk weitergeführt wird“, begründet Hopf seine Entscheidung, das Implaneum an Sandra Hopf und Andreas Ruoss zu übergeben. Für ihn sei es von großer Bedeutung, dass das Implaneum als inhabergeführte Zahnklinik und nicht als ein von Investoreninteressen bestimmtes Unternehmen bestehen bleibe, erklärt Hopf.