Ein weiterer Impfstützpunkt im Schwarzwald-Baar-Kreis soll demnächst in St. Georgen öffnen. Die Vorbereitungen in der ehemaligen Fabrikhalle der Firma A. Maier in der Gewerbehallestraße laufen bereits.
St. Georgen - "Unser Ziel ist es, den Impfstützpunkt bis Ende der Woche aufgebaut zu haben", informiert die Pressesprecherin des Landratsamtes, Heike Frank. "Zeitnah" soll er dann in Betrieb gehen. Zu den künftigen Öffnungszeiten konnte Frank noch keine konkrete Aussage treffen. Diese hängten von den "Personalkapazitäten" ab. Und momentan sei die Behörde "am Organisieren", nicht nur was den Aufbau angehe, es gelte auch, das nötige Personal zusammenzustellen.
Eine Möglichkeit für den Westkreis
Angeregt hatte den Impfstützpunkt Bürgermeister Michael Rieger. Nachdem es bisherige Angebote in Villingen und Donaueschingen gab, wollte St. Georgens Bürgermeister einen solche Impfmöglichkeit auch für den "Westkreis", also die Region St. Georgen, Furtwangen, Triberg, Schonach und Schönwald. Denn gerade von dort seien es längere Anfahrtswege bis zu den bisherigen Stützpunkten. Das falle gerade bei winterlichen Straßenverhältnissen im Zusammenhang mit der hiesigen Topographie nicht leicht. Vor allem für ältere Leute bedeute das eine Herausforderung, an ein Impfzentrum zu kommen.
Leerstehende Firmenhalle eignet sich
Die ehemalige Firmenhalle von A. Maier eigne sich hervorragend für ein solches Angebot, biete sie doch einen barrierefreien Zugang, sei in städtischer Hand und stehe derzeit leer. Die Stadt habe das Gebäude gekauft, um dort während der geplanten Rathaussanierung unterzukommen.
"Das ist eine super Lösung für den Westkreis", freut sich Rieger, dass die Umsetzung so schnell vorangekommen ist. Er hatte seine Idee für den Impfstützpunkt dem Gemeinderat geschildert und schließlich Kontakt mit dem Landratsamt aufgenommen. Der Landrat habe zugesagt, sich umgehend darum zu kümmern. Vergangene Woche habe es ein Abstimmungsgespräch vor Ort gegeben. Mittlerweile liefen die Aufbauarbeiten. Die Halle sei groß genug, habe sanitäre Anlagen und befinde sich in einem "top Zustand". Außerdem liege sie zentral gegenüber der früheren Post in der Gewerbehallestraße.
Bürgermeister hofft auf genug Impfstoff
Nun hofft Rieger, dass alles klappt und sich genügend Personal findet, aber auch genug Impfstoff bereitsteht, "damit wir hier loslegen können". Das sei auch für die Ärzte in St. Georgen eine Entlastung, die mit ihren Impfungen "komplett am Anschlag" seien.