Michael Wenz, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim. Foto: Polizei

Im Kreis Freudenstadt sind gefälschte Impfausweise aufgetaucht. Eine Apotheke meldet vier Betrugsversuche innerhalb wenige Tage. Unsere Redaktion hat die Polizei dazu befragt.

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Kreis Freudenstadt - Was den Fälschern blüht und wie die Taten rechtlich zu werten sind, darüber hat Michael Wenz, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim, unserer Redaktion Auskunft gegeben.

Herr Wenz, Apotheken im Kreis Freudenstadt melden verstärkt, dass Ihnen gefälschte Impfnachweise vorgezeigt werden. Haben Sie aktuelle Fallzahlen für den Kreis Freudenstadt und die Region Nordschwarzwald?

Nach einer ersten Auswertung wurden uns für 2021 bis dato für die Bereiche Freudenstadt und Calw rund zehn Fälle im Zusammenhang mit Apotheken gemeldet, bei denen versucht wurde, mit einem gefälschten Impfpass das digitale Impfzertifikat zu erhalten. Die Verteilung der Fälle auf die beiden Landkreise ist in etwa gleich.

Auch im Zollernablkreis tauchten gefälschte Dokumente auf

Was für Leute sind das, und welche Erklärungen tragen sie vor?

Die bekannten Fälle stammen aus dem Monat November. Dies könnte sich vor dem Hintergrund gestiegener Infektionszahlen und von 2G-Regelungen und der derzeitigen Möglichkeit der Teilnahme am öffentlichen Leben erklären lassen.

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Um welche Form des Delikts handelt es sich bei solchen Fällen, und wie wird das geahndet?

Bei den Delikten wird der Straftatbestand der Urkundenfälschung oder auch der Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse der Staatsanwaltschaft zur Prüfung vorgelegt. Bei beiden Tatbeständen sieht das Strafmaß sowohl Geld- als auch Freiheitsstrafen vor.

Hier gibt es in der Region Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen