Jetzt, wo Impfstoff in Hülle und Fülle vorhanden ist, geraten vor allem die Impfunwilligen in den Fokus Foto: dpa/Helmut Fricke

Impfskeptiker sind in den Betrieben leichter von einer Immunisierung zu überzeugen. Jetzt ist es für die gezielte Ansprache fast schon zu spät, meint Matthias Schiermeyer.

Stuttgart - Jetzt, wo Impfstoff in Hülle und Fülle vorhanden ist, geraten vor allem die Impfunwilligen in den Fokus. Der harter Kern der Verweigerer wird sich kaum überzeugen lassen. Doch wurde möglicherweise schon die große Chance vertan, den Unsicheren und Zögerlichen die Dringlichkeit der Immunisierung deutlich zu machen – in den Unternehmen nämlich. Wie eine Arbeitgeberumfrage zeigt, hätte sich eine größere Durchschlagskraft der betrieblichen Impfkampagne mit einem früheren Start erreichen lassen. Überraschen kann dies nicht. Zwar haben die Regierenden die Betriebsärzte nicht ignoriert – immerhin wurden im Land mehr als ein Dutzend Modellprojekte gestartet. Doch hätte es mehr Unterstützung sein dürfen. Die Zuständigkeit des Landes für die Impfzentren und Hausarztpraxen hatte stets ein größeres Gewicht – die Aufrüstung der Betriebsärzte im Kampf gegen Corona wurde lieber dem Bund überlassen.

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