Kinder- und Jugendärzte wie Till Reckert befürworten eine genaue Risikoanalyse. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die Politik macht Druck: Karl Lauterbach (SPD) fordert die Stiko auf, ihre eingeschränkte Empfehlung für das Impfen von 12- bis 17-Jährigen zu überdenken. Kinderärzte sind eher fürs Durchimpfen der Älteren.

Reutlingen - Die Fenster darf man nicht öffnen im sonnig-warmen Wartezimmer der Kinderarztpraxis von Dr. Till Reckert, wäre zu riskant hier im zweiten Stock eines Altbaus in Reutlingen, dass Kinder auf einen Stuhl klettern und herunterfallen. Gelüftet wird also über die offene Tür und die Arzthelferin achtet darauf, dass der Raum nicht zu voll wird, Corona ist ja das andere Risiko. Irgendwie scheint der ganze Alltag ein ständiges Abwägen von Gefahren zu sein, und als Reckert nach elf Stunden Arbeit um 19 Uhr den letzten Patienten verabschiedet – eine Afrikanerin mit aus gutem Grund schreienden Baby (Vorsorgeuntersuchung mit Impfung) – und ins Behandlungszimmer bittet, kommt er gleich zur Sache.

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