Im Warteraum werden die Impfwilligen vom DRK-Ortsverband betreut. Foto: Otto

Eine – laut Bürgermeister Peter Schumacher – "super organisierte und reibungslos abgelaufene" Impfaktion ist an den vergangenen beiden Wochenenden in Dunningen über die Bühne gegangen. Mehr als 700 Impfwillige haben das Angebot in Anspruch genommen.

Dunningen - Bereits kurz nach den Weihnachtsfeiertagen, am 27. Dezember, wurde in der Dunninger Festhalle geimpft. Am vergangenen Sonntag setzten die Organisatoren um den DRK-Ortsverband Dunningen und die Stuttgarter Firma "Mobiler Impfdienst" (MID) noch einen drauf. Insgesamt 720 Impfwillige erhielten laut Dunningens Bürgermeister Peter Schumacher den Piks gegen das Coronavirus – 270 am vergangenen Sonntag und 450 am Sonntag nach den Festtagen.

Beitrag zur Impfkampagne leisten

"Wir wollen unseren Beitrag zum Fortschritt der Impfkampagne beitragen", erläutert Schumacher das Ziel hinter der Aktion im Gespräch mit unserer Redaktion. Er selbst hat auf seiner Facebook-Seite Werbung für die Impfung gegen das Coronavirus gemacht. "Jede Impfung zählt", so das Motto des Dunninger Bürgermeisters. Und diese Worte hat man in Dunningen nun kurzerhand in die Tat umgesetzt. Dazu wurde die Firma MID aus Stuttgart-Korntal nach Dunningen bestellt. Die Firma bestehe aus erfahrenem Personal und führe hauptsächlich Impfungen in städtischen Einrichtungen wie Altersheimen und Firmen sowie offene Impfaktionen in Kommunen durch.

So nun auch in Dunningen: "MID hat das medizinische Personal für die Verabreichung der Impfungen zur Verfügung gestellt. Das Rote Kreuz hat die sanitätsdienstliche Überwachung vor Ort übernommen", erklärt Schumacher weiter. Dazu habe das DRK den Zugang zur Festhalle kontrolliert, Impfwilligen beim Ausfüllen von Formularen geholfen und für die Koordination der Warteschlange gesorgt.

Andrang vor erster Aktion riesig

Apropos Warteschlange: Wie groß war der Andrang bei der Dunninger Impfaktion? "Vor dem ersten Impftermin sind die Impfwilligen schon anderthalb Stunden vor Beginn der Aktion erschienen. Da hat sich dann schon eine Menschenschlange in Länge von mehreren hundert Metern gebildet", freut sich Schumacher über den Andrang. Nach kurzer Zeit habe sich die Schlange jedoch verkürzt – was auch an der guten Organisation durch das Rote Kreuz gelegen habe. "Es freut mich, wie reibungslos die beiden Impftermine abgelaufen sind. Ein großer Dank geht an das DRK und an das Personal von MID."

Die Gemeinde Dunningen habe lediglich die Räumlichkeiten – also die Festhalle – zur Verfügung gestellt und den Auf- und Abbau organisiert. Vier DRKler seien jedoch ständig vor Ort gewesen und hätten für Ordnung gesorgt.

Zum Einsatz kamen an den beiden Sonntagen die Impfstoffe von Biontech/Pfizer für unter 30-Jährige, das Vakzin von Moderna für über 30-Jährige und einzelne Impfungen auf Wunsch mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson. "Überwiegend Boosterimpfungen haben wir erfasst", erklärt Schumacher und bestätigt damit den bundesweiten Trend bei niederschwelligen Impfangeboten.

50 Erstimpfungen verzeichnet

Immerhin: Auch rund 50 Erstimpfungen und eine kleine Zahl an Zweitimpfungen konnten in der Dunninger Festhalle verabreicht werden.

Die Geimpften waren begeistert vom Angebot. "Wir haben nur positives Feedback bekommen", erzählt Dunningens Bürgermeister. Auch die Wartezeit sei in Kauf genommen worden. Es habe angesichts der Organisation aber auch wenig Grund zur Klage gegeben.

War das Impfangebot in Dunningen eine einmalige Aktion? "Vorerst schon", antwortet Schumacher. "Wir wollen den Hausärzten und der eigens dafür eingerichteten Infrastruktur keine Konkurrenz machen." Zum Beispiel gebe es im Landkreis auch noch die Impfstützpunkte in Rottweil, Schramberg und Sulz. "Weil die Nachfrage aber im Moment groß ist, haben wir uns entschlossen, ein weiteres Impfangebot zu schaffen", führt Schumacher weiter aus. Ausgeschlossen ist aber nichts, denn das Motto heißt weiter: "Jede Impfung zählt."