Die Pandemie hat Spuren hinterlassen – auch beim DRK Ortsverein in Mönchweiler. Viele Aktivitäten wurden eingebremst, das Engagement vieler Mitglieder auf die Probe gestellt.
Mönchweiler - Sandra Banschbach weiß, dass es immer schwieriger wird, Ehrenamtliche für wichtige Positionen im Verein zu finden. Die Reihen der Aktiven in der Pandemie-Zeit haben sich zwar gelichtet, der Verein kann jedoch immer noch auf den Zusammenhalt seiner Mitglieder zählen. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass – nachdem Isabel und Steffen Nagel ihr erst vergangenes Jahr übernommenes Amt der Bereitschaftsleitung wieder zur Verfügung gestellt hatten – mit Ralf Mengel-Glatz wieder ein Aktiver gefunden werden konnte, der diesen verantwortungsvollen Posten übernimmt.
Immer größerer Dokumentationsaufwand
1170 Arbeitsstunden mussten im vergangenen Jahr von den Aktiven geleistet werden – 700 davon waren Verwaltungsaufgaben geschuldet. Die Pandemie forderte einen noch größeren Dokumentationsaufwand und brachte weitere Aufgaben, die mit einer kleiner werdenden Gruppe bewältigt werden müssen. Bei insgesamt sechs Impfaktionen in Mönchweiler und dem Umland leisteten Mitglieder des Ortsvereins Hilfe. Sandra Banschbach dankte außerdem allen, die ihren Teil zum Gelingen aller Einsätze beigetragen hatten. Zwei Blutspendetermine fanden statt – hier war vor allem Ehrenbereitschaftsführer Jürgen Lehmann gefordert, der seit vielen Jahren die Termine in Mönchweiler organisiert. Er ist seit 45 Jahren im Ortsverein Mitglied – ein besonders zuverlässiges, wie Banschbach betonte. Wenn es um Zuverlässigkeit geht, ist jedoch besonders das Engagement von Sandra Banschbach hervorzuheben. Sie leitet nicht nur seit 35 Jahren das Jugendrotkreuz, sondern ist langjährige Bereitschaftsleiterin gewesen und nun auch Vorsitzende des Ortsvereins.
Gruppe der Helfer wird kleiner und kleiner
Für seinen großen Einsatz wurde Jürgen Lehmann vom Kreisverband VS geehrt. Lässt man einmal besonders aktive Mitglieder außen vor, ballen sich über dem Ortsverein des DRK dunkle Wolken zusammen. Die Gruppe der Helfer wird kleiner und kleiner, wichtige Mitglieder ziehen sich aus beruflichen oder privaten Gründen zurück. Natürlich, so Banschbach wünsche man allen, die ihren Lebensweg weitergehen alles erdenklich Gute, aber: "Ihr Weggang ist für den Verein auch menschlich ein herber Verlust." Auch bei den Senioren und der Jugendgruppe habe es personelle Verluste gegeben – dennoch hofft Sandra Banschbach, dass sich in Zukunft wieder Menschen finden, die sich für ein Ehrenamt entscheiden, bei dem die Hilfe für den Mitmenschen im Vordergrund steht.
Info: Wahlen
Vorsitzende bleibt Sandra Banschbach. Sie übernimmt außerdem erneut den Posten der Jugendleiterin, dort wird sie unterstützt von Steffen Schunicht als Gruppenleiter. Gemeinsam mit Moana Kretschmer bleibt Sandra Banschbach Kreisdelegierte. Neuer Bereitschaftsleiter ist Ralf Mengel-Glatz.