Rudolf Fleig feiert am Sonntag seinen 80. Geburtstag. Stolz ist er auf den Kinderspielplatz in Schönmünzach, an dessen Entstehung er maßgeblich beteiligt war. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder Bote

Jubiläum: Rudolf Fleig feiert am Sonntag Geburtstag / Etliche Projekte auf der Agenda

Für seinen Heimatort Schönmünzach hat sich Rudolf Fleig immer eingesetzt und tut es noch heute. An diesem Sonntag feiert er seinen 80. Geburtstag.

Baiersbronn-Schönmünzach. Geprägt habe ihn – im Zweiten Weltkrieg geboren – eine nicht so glückliche Kindheit. "Die Luftangriffe bei Gaggenau und der Fußmarsch durch das brennende Freudenstadt, dies alles vergisst man nie", erinnert er sich.

Die Schulzeit mit Lehrer Wilhelm Günter sei der Wegweiser für sein weiteres Leben gewesen. Durch Günter habe er gelernt, was Heimat ist. Fleig liebt seine Heimat, interessiert sich für die Geschichte des Murgtals und setzte sich immer wieder für die Weiterentwicklung seines Geburtsorts Schönmünzach ein. Von 1999 bis 2014 war er im Ortschaftsrat und stellvertretender Ortsvorsteher und maßgeblich an wichtigen Entwicklungen des Orts beteiligt.

Mit einer Maurerlehre begann Fleig sein Berufsleben. Später arbeitete er viele Jahre als Forstwirt. "Ich habe sehr früh geheiratet und habe aus dieser Ehe fünf Kinder und bereits acht Enkelkinder", sagt er.

Schon früh engagierte er sich auch für den Skisport. 1965 gründete er beim Ski- und Sportverein (SSV) Schönmünzach eine Abteilung für Langlauf und Skispringen. "In kurzer Zeit waren viele Kinder und Jugendliche dabei, den Sport zu betreiben. Es gab erste Erfolge bei den Deutschen Meisterschaften", erinnert er sich. Fleigs ältester Sohn brachte es zu drei Deutschen Meistertiteln in der Nordischen Kombination und war vier Mal Teilnehmer bei der Junioren-Weltmeisterschaft. Mit den Kindern und Jugendlichen zu trainieren, habe ihm immer viel Spaß gemacht, so Rudolf Fleig. So war er als Trainer sowohl beim Schwäbischen Skiverband als auch beim Deutschen Skiverband eine langjährige Vertrauensperson.

Auch Schicksalsschläge prägten sein Leben: Neben schweren Krankheiten hatte er den frühen Tod eines Sohns zu verarbeiten, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. "Meinen christlichen Glauben gab ich nie auf", so Fleig. Auf ihn habe er immer vertraut. "Manchmal denke ich, dass ich all meine Erlebnisse in zwei Leben packen müsste, eins reicht da fast nicht aus", sagt Fleig.

Für seine Heimat setzt er sich noch heute ein. Seit nunmehr 17 Jahren ist er Vorsitzender des Fördervereins Landschaftspflege. Das sei ein interessantes Aufgabengebiet. Wenn er alles noch schaffen wolle, was er vorhabe, brauche er noch viel Zeit. Besonders stolz sei er auch darauf, zwei Spielplätze in Schönmünzach mit Hilfe der Gemeinde realisiert zu haben. Er freue sich jedes Mal, dort fröhliche Kinder spielen zu sehen.

Insektenwiese alsweiteres Projekt

Zurzeit saniert er einen Gedenkstein von 1927 mit der Inschrift "Familienbad der Ochsengäste". Noch ein Projekt treibt ihn um: "Im Tauchert in Schönmünzach habe ich rund 30 Jahre gelebt. Dort soll eine Insektenwiese angelegt werden für die Wildbienen."

Mit dem Landschaftserhaltungsverband und dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord arbeitet er an der Umsetzung. Und dann würde er gerne sein Leben in einem Buch festhalten, seine Biografie schreiben.

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