Berthold Roth (links) und Vorsitzender Hans Armbruster von den Wolftal-Imkern haben den von Simon Echle kunstfertig geschnitzten Honigbären am Steigfelsen aufgestellt. Foto: Haas

Der Honigbär am Steigfelsen in Oberwolfach ist zurück: Die alte hölzerne Statue war vom Wurm befallen und musste restauriert werden. Sie steht nun am neuen Vereinshäuschen. Am Steigfelsen hingegen steht jetzt eine zweite, brandneue Figur.

Oberwolfach. Vielfach wurde Vorsitzender Hans Armbruster von den Wolftalimkern in den vergangenen Monaten angesprochen und nach dem Verbleib des hölzernen Honigbären am Steigfelsen gefragt. Doch der lebensgroße Bär war nicht mehr da, da er drohte auf die Betrachter herunter zu stürzen. "Leider ist der Wurm drin", musste der Imker-Vorsitzende Armbruster mit Schmunzeln feststellen.

Alter Bär wurde im Jahr 2008 hergestellt

Fäulnis und Ameisen hatten der Skulptur aus Tannenholz zu sehr zugesetzt. Insbesondere waren es die Kinder, die den lustigen Gesellen beim Vereinsbienenstand vermissten. Während eines Spaziergangs auf dem Kapellenweg an der Steig kamen die Eltern meist nicht umhin, mit ihren Kindern einen kleinen Abstecher zu unternehmen.

Inzwischen hat man den alten Bären aus Tannenholz so gut es ging restauriert und – mit Lack auf Hochglanz gebracht – im neuen Vereinshäuschen wieder aufgestellt. Der Imkerverein bewahrt hier auch noch das Infoschild zu der Entstehung der tierischen Figur auf: Künstler war Thomas Fabry aus Karlsruhe, als Pate dient der Imkerverein Wolftal mit dem Hinweis "Kettensägenkunsttage 2008 – Dorotheenhütte Wolfach". Zu diesem Anlass wurde der Bär damals gefertigt.

Derweil wurde vom Oberwolfacher Kettensägenkünstler Simon Echle ein neuer Bär aus widerstandsfähigerem Eichenholz gesägt und geschnitzt. Dieser Tage konnte das Prachtexemplar zur Freude aller "Bärenfreunde" und Wolftal-Imker am gewohnten Standort wieder aufgestellt werden.

Dies bedurfte allerdings einiger Vorbereitungen, großen Geschickes und beträchtlicher Muskelkraft. Berthold Roth hat sich um ein sicheres Fundament mit metallenem Standring gekümmert, auf dem der Bär dann festgeschraubt wurde.

Inzwischen hat Roth zusammen mit Hans Armbruster die bärenstarke Aktion, die vielfach durch Spenden großzügig unterstützt worden ist, in den vergangenen Wochen zu einem guten Abschluss gebracht.

Besucher können sich über Bienen informieren

Die Wolftäler Imker hoffen nun, dass der mit großem Einfühlungsvermögen und künstlerischer Kreativität von Simon Echle geschaffene Meister Petz allen Spaziergängern und Rastsuchenden ein willkommener Gastgeber sein wird.

Zugleich gibt der Bär mit Honigtopf und historischem Bienenkorb Hinweis und Einladung, kurz innezuhalten und sich ein wenig am kleinen "Freilichtmuseum" der Wolftalimker umzusehen. Auf unterhaltsame Weise kann sich jeder kleine und große Entdecker dabei zum "Bienenfleiß" und der Besonderheit der herumschwirrenden für Mensch und Natur so unschätzbar wertvollen Insekten kundig machen. Auch erfährt er einiges über die Historie und die Aktivitäten des Imkervereins Wolftal.

Rundgang mit den Imkern

Die Mitglieder der Wolftal-Imker sind stets gerne bereit, auf Anmeldung vor allem für Kindergruppen und Schulklassen einen informierenden Rundgang am Steigfelsen beim Vereinsbienenstand und dem Vereinshäuschen anzubieten. Ansprechpartner ist Vorsitzender Hans Armbruster per E-Mail an hans-armbruster.web.de oder unter Telefon 07834/9587.