Manfred Fellhauer aus Niedereschach erläutert, was ein Imker bei seiner Leidenschaft beachten muss.
Der Sommer war wechselhaft, sogar unberechenbar – für Imker wie für die Pflanzen. Aber genau dieses Wetter hat vielerorts den Imkern jede Menge an Honig beschert.
„Die Bienen haben vom guten Wetter profitiert“, erzählt Imker Manfred Fellhauer aus Niedereschach. Anders als in manch anderen Jahren konnte man in diesem eine große Menge an Honig vorweisen und spricht demnach von einem „guten Jahr“, so der Fachmann weiter.
Saison mit guter Ausbeute
Doch wann startet die eigentliche Hauptsaison und wie lang geht diese? Das sei jedes Jahr vom Wetter abhängig, genauso spiele der Standort eine Rolle. „Bei uns ist die Hauptsaison meist von Ende April bis in den August hinein“, so Manfred Fellhauer. Der Mann, der sich seit einiger Zeit im Ruhestand befindet, ist durchweg zufrieden mit dem Ergebnis.
Wann ist Honig gut? Bei der Ernte zählt nicht nur das Auge, sondern vor allem der Wassergehalt. Liegt dieser bei weniger als 18 Prozent, im Optimalfall zwischen 15 und 16, wird der Honig als reif angesehen, so Manfred Fellhauer. Gemessen wird das alles mit einem Refraktometer, auch der erst seit wenigen Jahren leidenschaftliche Imker besitzt dieses Gerät.
Gesundheit der Bienenvölker
Nicht nur das Ernten steht für einen Imker im Vordergrund, auch die Gesundheit der Bienenvölker stellt einen wichtigen Teil dar. „Eine regelmäßige Behandlung ist unausweichlich“, so der Niedereschacher.
Es gibt hierzu verschiedene Verfahren, einige setzen auf biotechnische Verfahren, andere nutzen organische Säuren wie beispielsweise Ameisensäure. Wichtig hierbei ist lediglich: „Es muss zugelassen sein“, das ist dem leidenschaftlichen Imker wichtig zu erwähnen. Ihm ist die Gesundheit der Tiere wichtig. Nach der letzten Honigernte beginnt meist die Hauptbehandlung, im Winter folgt eine Nachkontrolle.
Schutz für Mensch und Tier
Nicht nur die Bienen müssen geschützt werden, auch die Menschen benötigen die richtige Ausrüstung. Knapp 3,5 Prozent der Deutschen sind gegen Bienenstiche allergisch, Manfred Fellhauer, gehört dazu. Für ihn ist die Schutzausrüstung somit unumgänglich, doch auch seine Frau, die ihn beim Füttern der Bienen begleitet hat, trägt eine passende Ausrüstung – auch ohne Allergie. „Bienenstiche sind ein unangenehmes Gefühl, da verzichte ich gerne drauf“, erklärt sie.
Leidenschaft im Ruhestand
Zu den Bienen kam der Mann aus Niedereschach durch seine Kinder, wenn auch über Umwege. „Sie interessierten sich damals durch einen Lehrer an ihrer Schule sehr für das Thema rund um die Bienen“, so der Imker. Das Interesse verflog mit der Zeit, doch für Manfred Fellhauer war klar, sobald er in den Ruhestand geht, möchte er sich mit dieser Aktivität fit halten. Seine Frau, ebenso überzeugt von der Idee, unterstützt ihn dabei.