Der Herbolzheimer Bienenzuchtverein erklärte den Besuchern des Mahlberger Städtehocks allerhand wissenswertes über Bienen und die Herstellung von Honig. Foto: Decoux

Lehrreich und informativ: Beim Mahlberger Städtlehock stellten Imker aus Herbolzheim ihre Arbeit vor und erklärten den Besuchern, was es bei der Zucht zu beachten gibt und wie Honig hergestellt wird.

Bei der ersten Städtlehock-Ausstellung im Rathaus-Foyer ist den Organisatoren einen Glücksgriff gelungen. Denn dort hatte sich erstmals der „Bienenzuchtverein Herbolzheim und Umgebung“ vorgestellt und stieß auf großes Interesse der Besucher. Bienen produzieren bekanntlich Honig aus Blütennektar. und werden schon seit erstaunlichen 7000 Jahren gezielt gehalten und gezüchtet.

Fachwissen ist beiImkern unverzichtbar

Damit befasst sich der Herbolzheimer Bienenzuchtverein vor allem. Von seinen derzeit 75 Mitgliedern sind laut Vorsitzendem Hans-Jürgen Wilting tatsächlich mehr als 60 aktiv. Sie halten mindestens ein Bienenvolk, im Durchschnitt sogar um die 25 bis 30 Bienenvölker. Derzeit sind bei den Herbolzheimern rund 370 Bienenvölker registriert.

Sie haben ihr Zuhause in Holzkästen, quasi Volk an Volk, auf- oder nebeneinander gestapelt. Einst handgeflochtene Bienenkörbe sind mangels noch kundiger Hersteller recht rar geworden. Die Kastenkonstruktionen für hängende Bienenwaben sind wesentlich praktikabler. Wie kommt man an Bienenvölker? Am besten dazu eine neue Königin züchten. Das geht trickreich per Kunstwabenzellen und Larvenfütterung mit Gelee Royal. Das ist ein spezieller Königinnen-Futtersaft aus den Schlunddrüsen von Arbeitsbienen.

Honigherstellung wird erklärt

Wilting und seine Vereinshelfer beantworteten zahllose Laienfragen. Etwa, wie mit handgekurbelter Edelstahl-Zentrifuge der gesammelte Honig aus den eingehängten Bienenwaben geschleudert wird, wenn er reif ist, also nur noch höchstens 18 Prozent Wasser enthält – mit dem Fraktometer gemessen. Erst dann hat der laut deutscher Honigverordnung Premium-Qualität. Da kommen minderwertige Supermarkt-Produkte nicht mit – ganz zu schweigen von speziellen Honigen die je nach Standort aus Tannen, Edelkastanien oder Akazien entstehen.

In Mahlberg durften die Ausstellungsbesucher das per Holzspächtelchen selbst verkosten – und natürlich auch gläserweise für künftige Frühstücksgenüsse kaufen. Nicht zu vergessen, auch Wachs der geleerten Bienenwaben ist für Vielerlei gut, ob zur Körperpflege oder in Kerzenform.