Der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistags hat sich mit Planungen, Sanierungen und Millioneninvestitionen im Zollernalbkreis beschäftigt.
In der vergangenen Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses des Kreistags am Montagabend wurde über mehrere Schulen des Zollernalbkreises beraten. Trotz hoher Investitionen wurde die Notwendigkeit im Gremium diskutiert.
Bevor Landrat Günther-Martin Pauli die Tagesordnung eröffnete, erhielt der neue Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Zollernalb, Sebastian Rösel, die Möglichkeit, sich den Ausschussmitgliedern vorzustellen. Er freue sich, nach verschiedenen beruflichen Stationen wieder in der Region zu sein und den heimatlichen Dialekt zu hören, sagte der in Göppingen Aufgewachsene.
Den Auftakt bildete die Entscheidung über die Vergabe der Planungsleistungen zur Erweiterung der Rossentalschule in Albstadt. Bereits in seiner Sitzung im Dezember des vergangenen Jahres hatte der Kreistag die Aufstockung als Vorzugsvariante beschlossen. Im europaweiten Vergabeverfahren gingen 40 Anträge ein, von denen die überwiegende Mehrheit die Eignungskriterien erfüllte.
Bietergespräche im März
Im März fanden die Gespräche statt, in denen die Bieter ihre Konzepte und Herangehensweisen vorstellen konnten. Den Zuschlag erhielt die Bietergemeinschaft aus dem Architekturbüro Vosseler und dem Ingenieurbüro Sieber mit einem Angebot von knapp 890.000 Euro.
Heike Pieper (AfD) unterlief dabei ein kleiner Fauxpas, als sie näher auf das Angebot eines anderen Bieters einging. Nachdem sie konkrete Zahlen genannt hatte, wies der Landrat darauf hin, dass diese Angaben aus nicht öffentlichen Unterlagen stammten. Dem Beschlussvorschlag wurde anschließend einstimmig zugestimmt. Die Entwurfsplanung soll bis Dezember 2027 abgeschlossen sein.
Bei der Walther-Groz-Schule in Ebingen stand die Vorberatung zur Brandschutzsanierung auf der Tagesordnung. Im Rahmen einer Brandverhütungsschau wurden bereits im Jahr 2021 Mängel festgestellt, die sich vor allem auf die bauliche Sicherung der Rettungswege sowie die Geschosstrennungen beziehen. Für die Baumaßnahmen ist ein Gesamtbudget von 2,05 Millionen Euro vorgesehen. Eine Schulbauförderung des Landes, die etwa ein Drittel der Kosten abdecken soll, wurde bereits beantragt. Auch dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst.
Sanierung soll die Dächer und die Gebäudehülle verbessern
Beim nächsten Tagesordnungspunkt stellte Architekt Till Wäschle ein Sanierungskonzept für zwei Gebäude der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Balingen vor. Er war im Frühsommer 2025 mit der Ausarbeitung beauftragt worden. Die Gebäude C und D weisen nach mehr als 45 Jahren deutlichen Sanierungsbedarf auf – insbesondere beim Dach, das an mehreren Stellen undicht ist.
Die Sanierung soll die Dächer und die Gebäudehülle verbessern, die veraltete Heizungsanlage erneuern und dadurch die Energieeffizienz deutlich steigern. Die Gesamtkosten werden auf rund 12,3 Millionen Euro geschätzt, wobei die Verwaltung eine Variante favorisiert, bei der die Dächer erhalten und saniert werden, um Wasserschäden und Energieverluste zu beheben.
Im Gremium wurde diskutiert, ob angesichts knapper Kassen eine günstigere Übergangslösung möglich wäre. Wäschle wies darauf hin, dass an dem Dach schon mehrere Male „geflickt“ wurde. So stimmten alle Ausschussmitglieder für den Beschluss, der am 18. Mai im Kreistag entschieden wird.