Der Migrationsbeirat des Landkreises bezieht Stellung zur gegenwärtigen politischen Lage und dem wachsenden Einfluss extremer Parteien.
Der Migrationsbeirat des Zollernalbkreises schaut mit besorgtem Blick auf den wachsenden Einfluss rechtspopulistischer Parteien und rechtsextremer Gruppen.
„Vertreter und Vertreterinnen der radikalen Rechten befeuern antidemokratische und rassistische Ressentiments, verdrehen und missachten Fakten und verbreiten Verschwörungsmythen“, heißt es in einer Stellungnahme des Migrationsbeirat, die Landtags- und Bundestagsabgeordneten überreicht werden soll.
Beirat rät dazu, achtsam zu sein
Die AfD-Leute um Björn Höcke ordnet der Beirat als „hochgefährliche Größe im politischen Geschehen der Bundesrepublik“ ein. Die Auseinandersetzungen im Zollernalbkreis um die Unterbringung von Flüchtlingen „versuchen rechte Kräfte für sich zunutze zu machen. Die Diskussionen zeigen eine große Verunsicherung und decken Ängste auf. Die Wut vieler Menschen verbaut eine faire, sachliche Diskussion, wie sie unter Demokraten selbstverständlich sein sollte“.
Vor allem in diesen Tagen gelte es, achtsam zu sein. „Aktueller Höhepunkt war ein Treffen von AfD-Politikern mit Rechtsextremen in Potsdam. Medienberichten zufolge sprachen die Teilnehmer unter anderem über Möglichkeiten zur massenhaften Vertreibung ganzer Bevölkerungsgruppen aus Deutschland“, schreibt der Migrationsbeirat.
Menschen aus mehr als 100 Nationen wohnen im Zollernalbkreis
„Als eine unserer ureigenen Aufgaben sehen wir, uns gegen Diskriminierung und Rassismus auf allen Ebenen einzusetzen. Deshalb melden wir uns in der Auseinandersetzung mit der wachsenden Bedrohung durch rechtspopulistische und rechtsextreme Kräfte zu Wort.“
Der Zollernalbkreis hat rund 200 000 Einwohner, darunter sind Menschen aus mehr als 100 Nationen. Viele Zollernälbler haben demnach ausländische Wurzeln. „Wir vertreten deren Belange und Interessen im Landkreis unter Berücksichtigung ihrer Vielfalt und setzen uns für ihre gleichberechtigte, volle Teilhabe und Chancengleichheit ein. Wir weisen auf die immensen Chancen hin, die diese Vielfalt in unsere Gesellschaft bringt“.