Der „Car-Freitag“ hat sich als Feiertag in der Autoposer-Szene etabliert. Die Polizei plant daher auch in diesem Jahr verstärkt Kontrollen im Zollernalbkreis. Ein Polizeisprecher erklärt, worauf es die Beamten abgesehen haben.
Aufheulende Motoren, Lärm durch veränderte Auspuffanlagen oder unnötiges Beschleunigen und Abbremsen: Die Merkmale der Autoposer-Szene sind bekannt und unüberhörbar. Angesichts des schönen Wetters in diesem Frühjahr haben die Anwohner der Innenstädte in Albstadt, Balingen oder Hechingen bereits die ersten „Kostproben“ der Autoposer bekommen; als inoffizieller Auftakt der Autoposer-Szene gilt der „Car-Freitag“, angelehnt an den christlichen Feiertag Karfreitag am 18. April.
Hochkonjunktur hatten Autoposer-Treffen am „Car-Freitag“ insbesondere während der Hochphase der Corona-Pandemie, als noch Kontaktbeschränkungen das öffentliche Leben stark einschränkten. Die Pandemie sei aber nur ein Verstärker gewesen. „Im Jahr 2016 hatten wir im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen den ersten diesbezüglichen Einsatz“, informiert Polizeisprecher Gerhard Jaudas vom Polizeipräsidium Reutlingen unsere Redaktion auf Anfrage.
Er betont: „Diese Szene lebt von der Vielschichtigkeit sozialer Kontakte, Tuning-Fans sind entsprechend vernetzt, Treffen und Veranstaltungen infolgedessen beliebt.“ Möglicherweise habe sich diese Entwicklung nach der Zeit von pandemiebedingten Einschränkungen und Auflagen forciert.
Spezialisten der Verkehrspolizei im Einsatz
Die Polizei ist gewarnt und auch in diesem Jahr im Zollernalbkreis verstärkt im Einsatz: Das Polizeipräsidium Reutlingen, welches für den Zollernalbkreis zuständig ist, biete speziell an diesem Tag zusätzliche Beamte, insbesondere auch Spezialisten der Verkehrspolizei, auf. Auch speziell für Kontrollmaßnahmen erforderliches Equipment sei im Einsatz.
Über die Örtlichkeiten der Kontrollschwerpunkte gibt Jaudas bewusst keine Auskünfte. Nur so viel: Die Polizei werde an verschiedenen Örtlichkeiten, aber vor allem auch flexibel ganzheitliche Kontrollen von entsprechenden Fahrzeugen und deren Fahrern durchführen.
Kontrollen an Fahrzeugen im Vordergrund
Das heißt: Im Vordergrund der Kontrollen am „Car-Freitag“ steht die Beschaffenheit und der technische Zustand der Fahrzeuge. Sprich ob zum Beispiel Bauteile oder Veränderungen am Fahrzeug eingetragen sind und ob dabei die Betriebserlaubnis tangiert ist. Seien Fahrzeuge auf unzulässige Weise getunt, würden sich teils erhebliche Risiken im Verkehr ergeben. Ein weiterer Schwerpunkt wird laut Jaudas auch die Überprüfung der Fahrtüchtigkeit der Fahrer hinsichtlich der Beeinflussung von berauschenden Mitteln sein. Dazu hätten die Beamten ein Augenmerk auf Temposünder.