Ein außergewöhnlich schwerer Sandstein hat vor einigen Monaten einen Platz im Schuttertäler Forst bekommen. Inzwischen hat sich dort einiges getan. Am kommenden Sonntag, 13. Oktober, wird der Findling mit einer Marienstatue eingeweiht.
Eine schweißtreibende Arbeit war es, den schweren Sandstein von seinem Fundort im Schuttertäler Wald an seinen jetzigen Platz zu bringen. Alois Göppert aus Dörlinbach steckte hinter der Idee und organisierte einen Schwerlastkran zum Transport. Jetzt steht der Fels am Platz des „Totenruhstein“, einem historischen Ort auf dem Grat zwischen der Gemeinde Schuttertal und Ringsheim.
Früher bis etwa 1656 wurden die Toten aus Dörlinbach über den Berg nach Ettenheimmünster gebracht und dort beerdigt. Angesichts der Geschichte hat der große Sandstein für Göppert auch einen christlichen Hintergrund. In der oberen Hälfte findet nun eine Madonnenstatue Platz. Feierlich eingeweiht wird der Stein und die Marienstatue nun am kommenden Sonntag, 13. Oktober, um 14 Uhr.
„Anfangs wird der obere Teil des Steins noch verhüllt sein“, kündigt Göppert an. Nach einer Begrüßung sollen die Besucher des Einweihungsfestes die Statue dann zu Gesicht bekommen. „Einfach ein schöner Effekt“, meint Göppert.
Eine Marienstatue soll enthüllt werden
Neben dem Bürgermeister wird auch Dekan Johannes Mette von der katholischen Seelsorgeeinheit „An der Schutter“ kommen und die Marienstatue segnen. „Er hat sofort zugesagt“, freut sich Göppert.
Um die Statue in den Sandstein stellen zu können, musste zunächst eine Aussparung geschaffen werden. Viele Tage habe er im Wald verbracht, erinnert sich Göppert. Zunächst bohrte er etwa 180 Löcher rund um die geplante Aussparung, dann legte er mit einer Schlagbohrmaschine die Aushöhlung frei. Gut 80 Zentimeter hoch ist sie geworden. „Die Feinheiten haben besonders lange gedauert“, berichtet Göppert. Mit einer Gerüstkonstruktion wurde der Schlagbohrer befestigt, um den Fels einfacher bearbeiten zu können.
Für Göppert hat sich die Arbeit gelohnt. Mit Vorfreude blickt er auf das anstehende Einweihungsfest. Es wird nach der Segnung eine Bewirtung geben, ein kleiner Hock, kündigt er an. Auch musikalisch ist etwas geplant. Mitglieder des Chores „Lauschangriff“ wollen ein paar Lieder beisteuern. Von möglichem Regenwetter wollen Göppert und seine Mitstreiter sich nicht das Fest vermiesen lassen.
Auf mögliches Regenwetter ist man vorbereitet
„Wir schauen uns am Sonntagmorgen die Wetterverhältnisse an und stellen, falls nötig, ein Festzelt auf“, erklärt er. Die Feier habe er bewusst auf den Herbst gelegt, so Göppert. So wurde die Haupturlaubszeit vermieden. „Ich brauchte einen Termin, wo alle da sind.“
Wer das Einweihungsfest am Sonntag mit einer kleinen Wanderung verbinden möchte, kann gut zu Fuß zum Festplatz am „Totenruhstein“ wandern. Um sich die steile Steigung zu einem großen Teil zu ersparen, können Besucher am Wanderparkplatz Oberrain parken. Von dort beginnen Wanderwege, die am „Totenruhstein“ vorbeiführen.
Um zum Wanderparkplatz zu gelangen, fährt man die Straße „Dobel“ im Schuttertäler Ortsteil Dörlinbach hinauf. An der höchsten Stelle befindet sich links der Wanderparkplatz. Wer nicht so gut zu Fuß ist, hat die Möglichkeit, noch näher an den Festplatz mit dem Auto zu fahren (siehe Info).
Die Anfahrt
Der Wald ist normalerweise für Autos tabu. Am 13. Oktober gibt es laut Göppert jedoch eine Ausnahmegenehmigung. Die Besucher der Einweihung können mit dem Auto zum Totenruhplatz beim Windrad fahren und parken. Um dorthin zu gelangen, fährt man von der Hauptstraße Dörlinbach ab die Straße „Dobel“ hinauf. Es wird eine Beschilderung geben. Vom Parkplatz sind es etwa 600 Meter Fußweg ohne Steigung zum Platz mit dem Sandstein. Es wird empfohlen, wenn möglich Fahrgemeinschaften zu bilden.