Die erste Damenmannschaft (von links): Laura Kaim, Julia Kaim, Magdalena Hübgen und Antonia Bernhard. Foto: Axel Klisch/Archiv

Mit einer großen Meisterfeier würdigte der SSV Schönmünzach die Erfolge der ersten und zweiten Tischtennis-Damenmannschaft. Die Spielerinnen trugen sich dabei auch ins goldene Buch der Gemeinde ein.

Bei der Meisterfeier des SSV Schönmünzach freute sich Vorsitzender Klaus Frey über ein voll besetztes Kurhaus.

Die Meisterschaft der ersten Damenmannschaft in der dritten Bundesliga und der damit verbundene Aufstieg in die zweite Bundesliga sowie die Meisterschaft der zweiten Damenmannschaft in der Verbandsoberliga und der Aufstieg in die Oberliga waren Gründe genug, um in einem festlich geschmückten Saal die historischen Leistungen und Ergebnisse zu feiern. Über die Meisterfeier berichtet der Verein in einer Mitteilung.

Neben den Sportlern, Mitgliedern und Fans waren auch Bürgermeister Michael Ruf, Sportkreispräsident Alfred Schweizer und sein Vizepräsident Uwe Beyer sowie Ortsvorsteherin Christine Günter mit von der Partie.

Eintrag ins Goldene Buch

Ruf schilderte den Verlauf der Saison aus seiner Sicht. Erster Sieg, Klassenerhalt gesichert und schließlich die Meisterschaft – das waren die Stichpunkte seiner Rede. Danach durften sich alle Spielerinnen ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen.

Nach dem Abendessen ging Klaus Frey näher auf die „geplanten Erfolge“ der Damenmannschaften ein, so der Verein weiter. Zwei Jahrzehnte ist es nun her, dass Frey, sein Vereinskollege Wolfgang Klumpp sowie vom TT Klosterreichenbach Klaus Ramsaier und Wolfgang Schuld beschlossen hatten, gemeinsam im Mädchen- und Damenbereich zusammenzuarbeiten. 2007 kam mit Andrzej Kaim der ideale Trainer für dieses Projekt hinzu. Es folgte die Reise durch die Ligen.

Frey geht auf Erfolge ein

In seiner Laudatio rief Klaus Frey jede Spielerin auf die Bühne, um auf ihre größten Erfolge hinzuweisen: Julia Kaim (30. der U 15-Weltrangliste), Laura Kaim (48. der U 15-Weltrangliste), Magdalena Hübgen (Saarländische Meisterin, die wegen ihrer Ergebnisse in der dritten Liga wieder in den DTTB-Kader aufgenommen wurde), Antonia Bernhard (zweifache Landesmeisterin im Doppel), Laura Bauer (an allen Meisterschaften seit 2009 beteiligt), Lena Walkenhorst (Baden-Württembergische Jugendmeisterin im Doppel), Nicole Gaiser (Deutsche Meisterin Damen A), Antonia Walkenhorst (fünffache Württembergische Jugendmeisterin), Melissa Bill (Mitglied im DTTB-Kader und Deutsche Meisterin Damen A) und Lilly Mae Wenselau (dritter Platz baden-württembergische Jugendrangliste).

Die dritte Herrenmannschaft wurde bei der Feier für den Aufstieg in die Bezirksklasse geehrt. Zudem wurden die beiden Neuzugänge bei den Damen vorgestellt. Leonie Müller (Salzstetten) kommt vom VfL Sindelfingen und Sarah Müller (Straubenhardt) wechselt vom TB Wilferdingen.

Meisterwimpel übergeben

Alfred Schweizer überreichte einen Meisterwimpel des Sportkreises sowie ein Geschenk an die Damen. Ortsvorsteherin Christine Günter, die ebenfalls ein Geschenk an alle überreichte, danke dem Vater des Erfolgs, Klaus Frey, für seine Arbeit in den vergangenen 20 Jahren. Es folgten nicht endwollende Standing Ovations für Frey – der sichtlich zu Tränen gerührt war.

Film vom Saisonfinale

Als Abschluss des offiziellen Teils, dem eine gebührende Feier folgte, zeigte Ute Walkenhorst einen zehnminütigen Film über das grandiose Saisonfinale am 21. April gegen Chemnitz – hochemotionale Bilder von Spielerinnen, von Fans und Betreuern, von spannenenden Ballwechseln. Dazwischen kamen Offizielle, Zuschauer, Sponsoren zu Wort.

Der Weg

Reise durch die Ligen
  2009 begann die Reise durch die Tischtennis-Ligen. Die erste Damenmannschaft stieg in sieben Jahren von der Bezirksklasse bis in die Regionalliga Südwest auf. Parallel dazu gelang der zweiten Damenmannschaft der Aufstieg von der Bezirksklasse bis in die Oberliga.

Wechsel und Rückkehr
Julia Kaim und Laura Kaim verließen den Verein vorübergehend, um sich sportlich weiterzuentwickeln. Nach der Rückkehr beider war die Meisterschaft in der Regionalliga mit dem Aufstieg in die dritte Bundesliga das Ziel – was sofort gelang. Dass die dritte Liga nur eine Durchgangsstation bleibt, konnte niemand ahnen.

Das Husarenstück
Auch durch die unglaubliche Unterstützung der Zuschauer in Baiersbronn gelang das Husarenstück, sich die Meisterschaft im letzten Heimspiel gegen Chemnitz zu sichern, so der SSV Schönmünzach. Durch die Zugänge gestärkt, konnte auch die zweite Damenmannschaft wieder an die alte Stärke anknüpfen, um mit drei Meisterschaften in Folge in die Oberliga aufzusteigen.