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Im Schulbus mit Schreiben begonnen

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Bei der Preisverleihung in Berlin (von links): Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Preisträger Wolfram Lotz und Stephan Märki, Intendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar Foto: Marktleip Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Hannes Kuhnert

Bad Rippoldsau-Schapbach. Gleich mit zwei von vier möglichen Preisen kehrte Wolfram Lotz aus Bad Rippoldsau vom Stückemarkt des Berliner Theatertreffens zurück. Der Markt gilt in Europa als wichtigste Veranstaltung für den deutschsprachigen Dramatiker-Nachwuchs.

Der Stückemarkt hat als Karriere-Sprungbrett seit über 30 Jahren jungen Autoren den Weg in die Spielpläne der Theater geebnet. Eben dort wird sich Lotz bereits am 24. Februar 2011 bei einer Aufführung des Deutschen Nationaltheaters Weimar wieder finden.

Wolfram Lotz (28), dessen Eltern viele Jahre die Klösterle-Apotheke in Bad Rippoldsau führten, wurde beim Stückemarkt mit dem begehrten Publikumspreis ausgezeichnet. Dazu kam der mit 7000 Euro dotierte Werksauftrag, der ihn für das Schreiben eines Theaterstücks verpflichtet. Dieses ist bereits in Arbeit, es heißt "Einige Nachrichten an das All" und wird im Februar 2011 in Weimar uraufgeführt. Seine Preise in Berlin jedoch erhielt Lotz mit seinem Stück "Der große Marsch", eine wirbelnde Satire über den modernen Theaterbetrieb, die "das Publikum im Sturm eroberte", wie eine Zeitung schrieb. Die Pressekritik auf den "Großen Marsch" in deutschen Zeitungen fällt ausnahmslos positiv, teils begeistert aus. "Diesen Text möchte man gern mal auf der großen Bühne sehen…", schreibt die Süddeutsche Zeitung. Wolfram Lotz beendet in diesem Jahr sein Studium am Deutschen Literatur-Institut in Leipzig, einem Institut für angehende Schriftsteller, für das sich jedes Jahr etwa 600 Studenten bewerben, aber nur 15 angenommen werden. Lotz hat bereits in jungen Jahren Literaturpreise aus Österreich erhalten, arbeitete bei verschiedenen Literatur-Zeitschriften mit, hat ein Hörspiel verfasst und bei einem Theaterstück mitgeschrieben. Im Winter 2009 erhielt er ein Stadtschreiber-Stipendium in Rottweil.

Mit dem Schreiben begann Wolfram Lotz schon als Schüler auf Schulbusfahrten von Bad Rippoldsau nach Freudenstadt, wo er das Kepler-Gymnasium und später die Eduard-Spranger-Schule besuchte. "Bei den Fahrten durch den Wald hatte ich viel Zeit und mein Notizbuch dabei", sagt Lotz unserer Zeitung. In der Redaktion Freudenstadt hatte er sich seit dem Jahr 2000 als freier Mitarbeiter und Hospitant erste Sporen verdient. Lotz schloss sein Studium der Literatur und Medienwissenschaft in Konstanz ab und wechselte 2007 an die Uni nach Leipzig. "Nach dem Studium will ich mal sehen, ob ich vom Schreiben leben kann", sagt der junge Bad Rippoldsauer zu seinen Zukunftsplänen.

 
 

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