„Les Manivelles“ sind Elisa Maciol (Perkussion, Saxofon, links ) und Mariano Alarcón Sturla (Gesang, Gitarre). Foto: Buchta

Das französisch-argentinische Duo trat am Samstagabend im Mostmaierhof auf. Mit ihren Einblicken in die argentinische Musik zeigten sie ihrem Publikum große Emotionen.

Es war wieder einmal etwas ganz Besonderes, was ein zahlreiches Publikum am Samstagabend im Mostmaierhof miterlebte: Das französisch-argentinische Duo „Les Manivelles“ mit Elisa Maciol (Perkussion, Saxofon) und Mariano Alarcón Sturla (Gesang, Gitarre) hatte noch am Abend zuvor in Saarbrücken gastiert und wollte am nächsten Tag in Straßburg auftreten.

 

Sie bedankten sich artig dafür, dass sie im Mostmaierhof spielen durften, denn es gebe für sie nicht so viele Auftrittsmöglichkeiten. Die beiden Ausnahmemusiker nahmen ihre Zuhörer im „Treff“ des Mostmaierhofs eine Stunde lang restlos gefangen mit ihrer bunten, faszinierenden Mischung aus argentinischer Folklore, Chansons und Pop.

Sie sangen Lieder auf Spanisch, Englisch und Französisch

Unterlegt mit traditionellen lateinamerikanischen Rhythmen wie Tango, Chacarera, Zamba oder Gato changierte der Klang ihrer Lieder zwischen träumerisch-zart, intim und voller Poesie oder mitreißend kraftvoll: Ein ergreifendes Wechselbad der Gefühle, noch dadurch verstärkt, dass sie ihre Lieder mal in Spanisch, mal in Französisch oder auch in Englisch sangen.

Mit „ Buscando la Manana“ fing Mariano Alarcón Sturla an, von der Liebe zu singen – und traf mit seiner kraftvollen Stimme, die mühelos weit größere Säle füllen könnte, sogleich mitten ins Herz.

Elisa Maciol sorgte mit ihrer traditionellen argentinischen Zylinder-Trommel für die entsprechende Perkussion, fiel gelegentlich in den Gesang mit ein oder griff eben mal zum Saxofon: Ein starker Auftritt gleich beim ersten Titel des Konzerts, bei dem sich die beiden als eigens füreinander geschaffen präsentierten und sich sowohl rhythmisch als auch melodisch geradezu perfekt ergänzten.Vor dem dritten Song des Konzerts gewöhnte die Perkussionistin ihr Publikum in den heißen Chacarera-Rhythmus ein und dieses klatschte dann diesen heißen Rhythmus recht gekonnt mit – so ansteckend, dass ein Paar trotz der Enge anfing zu tanzen.

Die beiden Künstler spielen nicht nur ihre Musik, sie leben sie

Besonders ergreifend dann ein gesungener, kunstvoller Dialog über die Liebe und den Mond, bei dem die beiden sich auch räumlich näherkamen und zu einem harmonischen Duett zusammenfanden. Dabei zeigte sich besonders eindrücklich: Die beiden spielen nicht nur ihre Musik, sie leben sie.

Der Beifall der begeisterten Zuhörer war gewaltig und natürlich durfte das Duo nach einer Stunde noch nicht von der Bühne: Das Publikum forderte eine Zugabe. „El Chimo“ hieß die und zeigte ganz nebenbei, dass es bei der argentinischen Folklore zwischen geistlicher und weltlicher Musik keine feste Grenze gibt.

Nächster Termin

Am Samstag, 6. September, spielt die „Black Forest Acoustic Company“ auf Einladung der Gruppe Kulthuse ein Open-Air-Konzert im Mostmaierhof. Weitere Informationen zu Veranstaltungen, dem Verein sowie den ansässigen Ateliers und Läden gibt es online unter mostmaierhof.de.