Silvie Lamla leitet jetzt das Grünflächen- und Tiefbauamt der Stadt Villingen-Schwenningen.
Villingen-Schwenningen - Rund 30 Kilometer entfernt von Villingen-Schwenningen, in Furtwangen, ist die in Tschechien geborene Silvie Lamla aufgewachsen und zur Schule gegangen. Villingen-Schwenningen versprühe für sie den Charme einer großen Stadt, hätte aber gleichzeitig das Flair des ländlichen Raumes. Heute sagt sie schmunzelnd: "Im Herzen bin ich Schwenningerin." Nicht nur privat lebt sie in diesem der beiden großen Stadtbezirke, auch ihr Büro befindet sich im Rathaus auf dem Schwenninger Marktplatz.
Diese Woche befördert
Seit über einem Jahr ist sie bei der Stadtverwaltung VS beschäftigt, als Verwaltungsleiterin und stellvertretende Amtsleitung des Grünflächen- und Tiefbauamtes (GuT). Diese Woche wurde sie vom Gemeinderat zur Amtsleitung befördert, teilt die Stadtverwaltung mit.
Von der Natur bis zur Versiegelung von Flächen
"Alle elf Stadtbezirke haben ihren eigenen Charme und sind auf ihre Art besonders. Diese besondere Konstellation spiegelt sich auch in den Aufgabenfeldern des Grünflächen- und Tiefbauamtes wider", zeigt sich Silvie Lamla überzeugt. Das weitgefächerte und vielschichtige Aufgabengebiet macht für Lamla den Reiz ihrer Tätigkeit aus. Jede GuT-Abteilung habe ihre Fachspezifika – über diese habe sie in den vergangenen 13 Monaten sehr viel gelernt. In ihrem Amt geht es auf der einen Seite um die Natur mit ihren Erholungsräumen, Gewässern sowie Pflanzen und im Kontrast dazu um den Straßen- und Tiefbau und damit um die Versiegelung von Flächen. "Dieses Spektrum an Themen in Einklang zu bringen, das macht es unheimlich spannend für mich", berichtet sie.
Sie war im Einzelhandel
Eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau, ein Bachelor-Abschluss im Handels- und Dienstleistungsmanagement und den Master of Business Administration (MbA) bringt Silvie Lamla für den verantwortungsvollen und seit längerem unbesetzten Posten mit. Ursprünglich kommt die 37-Jährige aus dem Einzelhandel, war bei großen Discountern in verschiedenen Bereichen tätig, bevor sie in die Industrie wechselte. Sie leitete Abteilungen und Bereiche bei großen, weltweit tätigen Unternehmen, aber auch in einem Start-up. "Ich komme nicht aus dem Technikbereich, nicht aus einer öffentlichen Verwaltung. Aber ich habe eine schnelle Auffassungsgabe unter Beweis gestellt, bin sehr offen und gebe immer 110 Prozent", berichtet die neue Führungskraft des Grünflächen- und Tiefbauamtes über sich selbst. Von diesen Erfahrungen in Handel sowie Industrie und ihrer IHK-Ausbildungs-Prüfertätigkeit profitiere sie heute in ihrem Job bei der Stadt VS.
Führung von rund 80 Mitarbeitern
Jetzt trägt sie, nach einem Jahr Stellvertretung, dem regulären Bewerbungsverfahren und der offiziellen Wahl durch den Gemeinderat, eine große Verantwortung: Führung von rund 80 Mitarbeitern sowie Fachverantwortung für öffentliche Grünflächen samt Spielplätzen, Straßenbau mit den Bereichen der Verkehrsentwicklung und dem weitumfassenden Themenfeld der Mobilität, Verkehrstechnik und Breitband sowie Gewässer, Abwasser und Altlasten. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich extrem anpassungsfähig und offen gezeigt, bei den vielen Veränderungen der letzten Jahre im GuT. Das zeigt ihre hohe Einsatzbereitschaft und die Qualität ihrer Arbeit", freut sich Lamla auf die weitere Zusammenarbeit mit ihrem Team.
Budet von rund 30 Millionen Euro
Nicht nur die Mitarbeiteranzahl ist groß, auch ihr Budget: rund 30 Millionen Euro im Ergebnishaushalt und im Schnitt über zwölf Millionen im Investitionshaushalt gilt es zu verwalten. "Wir bewegen einiges an Erde und Geld", fasst sie treffend zusammen. Viel bewegen wird sich in den nächsten Jahren auch im Oberen Brühl, dem aktuell größten städtebaulichen VS-Projekt in Villingen. Neben weiteren Fachämtern steht die Entwicklung des ehemaligen Kasernenareals ganz oben auf der Agenda des GuT. "Ein zukunftsweisendes und innovatives Projekt für die Verwaltung und die Stadt, ich freue mich darauf, es mit entwickeln zu dürfen!", so die neue Amtsleiterin.