Daniela Edte (von links), Sabine Junker, Ursula Engel und Elke Lehmann richteten für 42 Gäste ein Frühstück im Café Mittendrin. Foto: Bohnert-Seidel

Der monatliche Treffpunkt im Georg-Schreiber-Haus in Friesenheim lockte im Februar 42 Besucher an – ein neuer Rekord. Das Orga-Team hatte sehr viel zu tun.

Das Café Mittendrin erfreut sich einer sehr großen Beliebtheit. Die Frühstücksgäste genießen es, sich dort gemeinsam zu verabreden oder kommen alleine, um sich dennoch mit den anderen Gästen zu unterhalten. Allein und Inkognito bleibt niemand, man kennt sich. Mittlerweile kommen die Gäste aus allen Ortsteilen und das jeweilige Küchenteam muss, wie sie selbst gern bestätigen, „die Hosen wackeln lassen.“

 

Gruppen melden sich in der Regel an, damit entsprechend mit dem Angebot von Brötchen, Wurst und Käse gut vorsorgen lässt. Selbstgemachte Marmelade, Honig, Wurst, Käse, Butter, Säfte, Tee und Kaffee und natürlich frische Brötchen gehören zu einem nahrhaften und leckeren Frühstück dazu.

Beim bisher letzten Treffen haben sich aus Friesenheim auch Freunde verabredet, die sich normalerweise immer mittwochs gemeinsam zur Radtour verabreden. Irgendwie zählen sie auch zu den Schönwetterradler, die es sich unterwegs auch immer wieder gern gut gehen lassen. Dazu zählt natürlich auch ein kleines „Schnäpsle“, das nicht als Alkohol, sondern vielmehr als eine unentbehrliche von innen reinigende Medizin gelte. Gemeinsam verbrachten sie rund zwei Stunden im Café.

Viele Freunde treffen sich gemeinsam im Café

Gerd Hissin (89) bekannte: „Ich bin heute zum ersten Mal überhaupt im Georg-Schreiber-Haus und es ist ganz wunderbar hier in dieser Gemeinschaft.“ Mit Blick zu seinen Kollegen am Frühstückstisch meint er: „Wir kommen wieder.“ 42 Gästen haben Daniela Edte, Elke Lehmann, Ursula Engel und Sabine Junker an diesem Vormittag die Tafel bereitet. Daniela Edte musste sogar noch Nachschub holen. Viele haben sich auf den Weg gemacht und freuten sich auf Begegnungen, die gut getan haben.

Das Café bleibt ein fester Treffpunkt

Es mag sich noch so viel innerhalb der Kirchengemeinde ändern. Das Café Mittendrin bleibt ein fester Treffpunkt, einmal im Monat, in Friesenheim, betont Martin Hamm, Pfarreiratsmitglied aus Friesenheim in der neuen Kirchengemeinde Südliche Ortenau. Sie ist am Samstagmorgen selbst zu einem gemütlichen Frühstück gekommen. Auch Maria Ziegler, die normalerweise zu einem Kreis der ehrenamtlichen Helfern zählt, ist gekommen. „Ich weiß doch selbst, dass es hier wunderbar ist“, erklärt Maria Ziegler.

Konstant bleiben beim Café Mittendrin auch die Preise. Gemeindereferent Michael Merz hatte jüngst ebenfalls bemerkt: „Es bleibt bei diesem niederschwelligen Angebot und da wollen wir nicht wirtschaftlich denken.“ Viele, die es können, sind auch großzügig. Menschen, die alleine sind, finden Gesprächspartner, weil es selbstverständlich ist, dass man sich zu den anderen an den Tisch setzt.

Wo frei ist, wird sich hingesetzt. Gespräche kommen direkt an den Tischen zustande oder bei der Bestellung über der Theke. Offenheit und auch ein Stück Seelsorge im achtsamen und empathischen Umgang miteinander, ist hier ebenso erfahrbar. Das Georg-Schreiber-Haus ist ein Raum, der vom Team mit sehr viel Liebe hergerichtet wird.

Nächster Termin

Zum nächsten Treffpunkt Café Mittendrin von 9 bis 11 Uhr wird auf Samstag, 28. März, ins Georg-Schreiber-Haus eingeladen. Die Teilnahme ist konfessionsfrei. Der Zugang „Am Dorfgraben 2“ in Friesenheim ist barrierefrei. Anmeldungen von Gruppen sind erwünscht und über das Pfarrbüro in Friesenheim unter Telefon 07821/ 99 35 90 möglich.