2970 Festmeter Holz wurden 2025 eingeschlagen – nahezu wie geplant. Dank guter Preise, Fördergelder und zusätzlicher Einnahmen steht unterm Strich ein deutlicher Überschuss.
Mario Herz, Leiter des Forstbezirks Wolfach, und Revierförster Georg Fletschinger haben in der Sitzung des Hausacher Gemeinderats berichtet, was der Wald 2025 eingebracht hat und was für 2026 geplant ist.
Mit 2970 Festmetern (2900 waren geplant) war der Holzeinschlag laut Fletschinger im vergangenen Jahr fast eine Punktlandung. Der Eichenbestand am Kreuzberg wurde um 800 Festmeter reduziert und am Ballen/Fuchsmauer wurden 2000 Festmeter eingeschlagen, davon außerplanmäßig fünf Festmeter wegen Käferbefalls und 20 Festmeter wegen Sturm. „Letztes Jahr war witterungsbedingt aber erfreulich wenig Käfer- und Sturmholz. Wir konnten gut und planmäßig arbeiten, der Holzmarkt und die Preise waren sehr gut und noch besser als erwartet“, so der Revierförster.
Junge Bäume sollen mit Zäunen geschützt werden
Die Holzerlöse brachten insgesamt rund 176 000 Euro ein, knapp 25 000 Euro kamen vom Bund fürs klimaangepasste Waldmanagement und neu hinzu kam eine Entschädigungszahlung für das Windrad Steigleskopf vom E-Werk mit rund 2500 Euro sowie etwas mehr als 3000 Euro für die Förderung des Borkenkäfer-Monitorings. Erträgen von insgesamt rund 214 000 Euro stehen Aufwendungen in Höhe von rund 71 000 Euro gegenüber. Damit steht am Ende ein Überschuss von rund 143 000 Euro, wobei noch Abrechnungen fehlten.
Auch in diesem Jahr ist im Betriebsplan ein sattes Plus durch Holzerlöse geplant, mit rund 100 000 Euro Überschuss. Eingeschlagen werden soll wieder genauso viel Holz wie im Vorjahr, diesmal konzentrieren sich die Hiebe laut Mario Herz auf die Gebiete Wannenbach (100 Festmeter), Brandenkopf (400 Festmeter) und Laßgrund/Steigleskopf (2400 Festmeter). In der praktischen Umsetzung steht 2026 neben der regulären Nutzung vor allem die Waldpflege im Vordergrund: Am Brandenkopf ist die Jungbestandspflege auf 4,5 Hektar vorgesehen und eine Wasserrückhaltemaßnahme, die laut Herz sowohl dem Wald als auch der Natur zugutekomme. Für die Verjüngung sind Lichthiebe im Bereich Kreuzberg geplant. Ein weiteres Thema ist die Förderung der Eichenverjüngung: „Das einzige Problem ist das Rehwild, das die jungen Pflanzen abbeißt und sie damit schnell schädigen kann.“ Vorgesehen ist daher, Flächen mit jungen Bäumen punktuell mit Zäunen zu schützen.
Bei den jährlichen Kosten für den Stadtwald merke man bei der Wegeunterhaltung schon die steigenden Kosten, die mit 19 000 Euro mehr als ein Viertel ausmachen. „Dafür haben wir auch ein top Wegenetz, das gut unterhalten ist“, bilanzierte Fletschinger. Die größten Kosten werden für die Verwaltung/Gebühren mit rund 22 000 Euro fällig. Der Waldschutz falle mit 12 000 Euro auch recht hoch aus, „ist aber auch noch verkraftbar“.
Außerhalb des Plans ist sogar noch mehr Einschlag geplant: Weil der Hiebvollzug bereits gut fortgeschritten ist und die Rundholzpreise nach wie vor hoch sind, haben sich Fletschinger und Herz dazu entschieden, 1000 Festmeter mehr zu fällen. Der Mehreinschlag erfolgt am Alt-Wolfacher-Kopf im Zuge der Auerwildhabitatpflege beim Windpark Hohenlochen.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Plan für das Forstwirtschaftsjahr 2026.
Ausbildung
Einen hohen Stellenwert habe die Ausbildung bekommen. Seit Juli 2025 verstärkt Trainee Felix Schätzle das Team.