Die neue Nutzung des Ex-Kindle-Gebäudes in zentraler Lage in Lahr steht fest: Asia Loodin aus Freiburg will dort einen Supermarkt mit Produkten aus der Region und internationalen Spezialitäten betreiben. Bis zur Eröffnung wird es aber noch einige Wochen dauern.
Auf die Einkaufsstadt Lahr kommt eine gewichtige Veränderung zu: Eine Freiburgerin will im Ex-Schuhhaus Kindle einen Lebensmittelmarkt eröffnen. Damit würde in den prominentesten Leerstand in der Marktstraße neues Leben einkehren – zugleich würde es seit sechs Jahren erstmals wieder Lebensmittel in der Innenstadt zu kaufen geben. Damals hatte Ottilia Brüderle-Müller ihr Geschäft in der Kirchstraße geschlossen. Sie hatte im November 2018 aufgehört, damit war die 1969 begonnene Ära von „Feinkost Brüderle“ zu Ende gegangen.
Nun sollen also wieder Lebensmittel in der Innenstadt erhältlich sein, ein paar Schritte weiter in den Räumen des früheren Schuhhauses Kindle, die ihrerseits seit fünf Jahren leerstehen. Zu verdanken ist das Asia Loodin, einer Human- und Molekularbiologin, deren Mann Consultant im Bereich Gastronomie sowie Franchise-Systeme ist und sie bei ihrer Neueröffnung in Lahr unterstützen wird.
Der Name steht noch nicht fest
Loodin hat das fünfstöckige Gebäude in markanter Lage am Rosenbrunnen gekauft; der Notartermin war im August (wir haben berichtet). Den Lebensmittelmarkt will sie gemeinsam mit ihrem Mann betreiben. Die beiden wollen auch in eine der Wohnungen über dem Markt einziehen.
Der Name des künftigen Geschäfts steht noch nicht fest. Es soll aber „ein Supermarkt mit Mittagessen sein“, sagt Loodin in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Es werde alltägliche Nahrungsmittel geben – wie Brot, Fleisch, Milch, darunter viele Produkte aus der Region. Aber auch internationale Speisen wollen Loodin und ihr Mann anbieten – wer gern chinesisch, arabisch oder türkisch speist, soll dort ebenfalls an der richtigen Adresse sein. Geplant ist auch, warme Mahlzeiten anzubieten, wobei darüber noch Gespräche geführt werden müssten, so Loodin, denn dafür müsste eine Küche neu eingebaut werden.
Die Freiburgerin ist insgesamt sicher, mit ihrem Supermarkt eine Lücke schließen zu können, sei es, indem sie ein warmes Essen oder generell eine neue Einkaufsmöglichkeit in der Innenstadt anbietet. Bei der Immobilie in der Marktstraße 33 habe sie die zentrale Lage überzeugt. Sobald gegenüber der „Wolkenkratzer“ wieder aufmache, werde dort viel los sein, ist sie überzeugt. Für ihren Supermarkt wolle sie auch Personal einstellen.
Der Eröffnungstemin stehe noch nicht fest, denn sie wolle auf jeden Fall alles gründlich vorbereiten, so Loodin. Eine Geschäftseröffnung im November sei aber realistisch.