Erst im Dezember offiziell verabschiedet, nun schon Gegner auf dem Feld: Der SC Freiburg sieht seinen ehemaligen Stürmer Michael Gregoritsch schneller wieder als gedacht.
Es ist noch gar nicht lange her, da war der ehemalige SC-Stürmer Michael Gregoritsch zu Gast im Europa-Park-Stadion. Am 11. Dezember, als der SC Freiburg in der Europa League gegen RB Salzburg spielte, wurde der Österreicher offiziell von Verein und Fans verabschiedet.
Dass Gregoritsch, der den Sport-Club im Sommer in Richtung des dänsichen Clubs Brondby IF verlassen hatte, gut einen Monat bei einem Bundesliga-Kontrahenten spielen wird, ahnte zu diesem Zeitpunkt wohl niemand.
Doch der Profi-Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft. Anfang des Jahres wechselte der österreichische Nationalspieler leihweise von Brondby zum FC Augsburg. Dort stand er bereits vor seinem Wechsel zum SC Freiburg im Sommer 2022 unter Vertrag. Und dort soll der großgewachsene Stürmer nun mithelfen, den Klassenerhalt in der Bundesliga zu sichern. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell geht“, sagte SC-Trainer Julian Schuster vor dem Wiedersehen mit Gregoritsch.
Für Gregoritisch ist es „ein besonderes Spiel“
Die Partie am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN), wenn Augsburg zum Rückrunden-Auftakt den SC Freiburg empfängt, wird für den 31-jährigen Ex-Freiburger „ein besonderes Spiel“, wie er nach dem 1:1 des FCA gegen Union Berlin am Donnerstagabend sagte. Lange sahen Gregoritsch, der sein Startelf-Debüt nach seinem Wechsel feierte, und seine Kollegen wie die sicheren Sieger aus, kassierten dann aber spät noch den Ausgleich und verpassten so einen wichtigen Befreiungsschlag im Abstiegskampf.
Julian Schuster warnt vor kompakten Augsburgern
Derzeit steht der FCA, der sich am 1. Dezember 2025 von Trainer Sandro Wagner trennte, auf Platz 15 – mit nur drei Punkten Vorsprung auf das Schlusslicht Heidenheim. Unter dem neuen – und alten – Coach Manuel Baum haben die die Augsburger vor allem defensiv stabilisiert.
„Sie sind eine Mannschaft, die defensiv kompakt steht“, sagte SC-Trainer Julian Schuster am Freitagnachmittag und warnte im gleichen Zug vor der Augsburger „Präsenz bei Standardsituationen“. Er selbst hat nach der 0:2-Niederlage – beide Gegentore kurz nach dem Seitenwechsel fielen nach einem Standard – am Mittwoch gegen RB Leipzig mit seiner Mannschaft vor allem offensiven Nachholbedarf. „Die Räume, die da sind, müssen besser genutzt werden“, forderte er.
Matthias Ginter ist nach Infekt zurück im Training
Im Duell mit Gregoritsch und den Augsburgern kann Schuster derweil wieder auf den zuletzt erkrankten Innenverteidiger Matthias Ginter zurückgreifen und auch Max Rosenfelder ist eine Option für die Defensive.
Einem spannenden Duell am Sonntagabend steht also nichts im Wege. Und einer ist sowieso hochmotiviert. „Es macht schon Bock, gegen die zu spielen“, freut sich Gregoritsch auf das schnelle Wiedersehen mit seinen Ex-Kollegen vom SC Freiburg.