Der Skiclub Malsburg-Marzell hat ein neues Angebot: den Seniorensport. Foto: Birgit-Cathrin Duval

Hand an die Stuhllehne und hoch das Bein: Am Montag startete das neue Angebot des Skiclubs Malsburg-Marzell. Mit Schwung und Spaß führte Traudel Hunzinger durch das Programm.

Montag, 9 Uhr, im Gemeindehaus Malsburg: Während draußen Vögel zwitschern und vereinzelt ein Hahn kräht, sitzen drinnen elf Personen im Stuhlkreis.

 

Gesundheit, Beweglichkeit und Gemeinschaft werden groß geschrieben beim Skiclub Malsburg-Marzell, der ein breites Angebot an Sportmöglichkeiten für seine Mitglieder anbietet. Neu hinzugekommen ist der Seniorensport, der jeweils montags im Gemeindehaus der Kirchengemeinde stattfindet.

Zum ersten Training finden sich zwei Männer und fünf Frauen ein. Im Wechsel bieten die Übungsleiterinnen Traudel Hunzinger und Dagmar Wettstein ein einstündiges Aktivierungsprogramm für Senioren an.

„So wie ihr könnt, langsam ist effektiver“, erklärt Hunzinger, die an diesem Tag die Übungen anleitet. Wichtigstes Hilfsmittel ist der Stuhl. Anders als beim Jedermannsport in der Halle werden alle Übungen seniorengerecht im Sitzen oder Stehen ausgeführt.

Es geht locker zu

„Nach vorne rutschen, auf der Stuhlkante aufrecht sitzen und los geht’s: im Wechsel hoch das Bein.“ Dann die Arme schwungvoll dazunehmen, nach vorne strecken und im Wechsel nach vorne: Es fühlt sich an wie Trockenkraulen im Sitzen und bringt nicht nur den Kreislauf der Autorin dieser Zeilen ordentlich in Schwung.

Es folgt die Übung „Äpfel vom Baum pflücken“ – mit nach oben gestreckten Armen gilt es, die unsichtbaren Äpfel zu greifen. „Ich pflücke lieber Orangen“, sagt Nigel, der zusammen mit seiner Frau Helen mitmacht und dessen Spruch für allgemeine Erheiterung sorgt. Überhaupt – es geht locker und ungezwungen zu, auch beim „in die Luft Boxen“ gibt es immer wieder Lacher.

„Wenn ihr jetzt Muskelkater bekommt, dann sagt nicht, dass ihr nächstes Mal nicht kommt – der vergeht“, lacht Traudel Hunzinger. Es folgen Aktivierungen vom Kopf bis zu den Füßen, die jetzt abwechselnd kreisen, dann Beine nach vorne strecken und – ganz wichtig, die verspannte Schulter nach vorne kreisen.

Stunde geht schnell vorbei

Hunzinger weist nun die Gruppe an, aufzustehen. Zur Unterstützung der Übungsleiterin ist Hannelore Hartmann mit dabei, sie hilft einer Seniorin, die Übung im Stehen sicher auszuführen. Alle anderen nehmen, sofern es nötig ist, die Stuhllehne als Stütze zur Hilfe. Ein Arm geht nach oben, wer kann, klatscht rhythmisch beide Arme, sofern es geht, Füße dazunehmen und – die Krönung der Übung – Hampelmann hüpfen.

Nach den aktivierenden Übungen folgt nun der „Cool Down“ mit einer sanften Faszienmassage. Sanft werden zwei Tennisbälle über Unter- und Oberschenkel, Brust und Arme gerollt.

Den Abschluss bildet ein Ballspiel, bei dem der Name des Fangenden genannt werden muss. So bleiben die Namen im Gedächtnis und das Koordinationsvermögen wird trainiert.

Immer schneller fliegen die Bälle von Traudel zu Gretel, zu Walter, Renate, Monika, Doris, Helen, Nigel, Dagmar und Hannelore – und viel zu schnell ist die Sportstunde auch schon vorbei, die bei allen viel Spaß und Energie freisetzte.