Weil der Laden und die Post in Dörlinbach schließen, haben sich 27 Ehrenamtliche zum „Arbeitskreis Nahversorgung“ zusammengeschlossen. Sie haben eine Umfrage konzipiert.
Die Nahversorgung in Dörlinbach soll gemeinsam mit der Bürgerschaft weiterentwickelt werden. Dazu hat sich am 19. Dezember erstmals der Arbeitskreis „Nahversorgung Dörlinbach“ getroffen. Der Einladung waren rund 40 interessierte Bürger gefolgt.
Hintergrund des Treffens war eine „spürbare Veränderung der Versorgungssituation in Dörlinbach in den kommenden Monaten“, wie es Bürgermeister Matthias Litterst formuliert. Mit der Schließung des Lebensmittelladens der Familie Griesbaum zum 31. März sowie der Poststelle zum 30. Juni gingen nicht nur wichtige Angebote des täglichen Bedarfs verloren. Auch die persönlichen Begegnungen und Gespräche, die beim Einkaufen oder beim Gang zur Post entstanden sind, werden unserem Dorf fehlen – besonders für Familien, ältere Menschen und Personen ohne eigenes Fahrzeug, beschreibt Litterst die Problematik.
Die Initiarotinnen des Arbeitskreises, Andrea Fehrenbacher und Julia Zehnle, geben bekannt, dass sich aus diesem ersten Treffen mittlerweile eine Gruppe von 27 Ehrenamtlichen gebildet hat, die sich langfristig im Arbeitskreis einbringen und für eine zukunftsfähige Nahversorgung vor Ort einsetzen möchten. Ein zentrales Ergebnis des Auftakttreffens sei nun eine großangelegte Bürgerumfrage, bei der alle eingeladen sind, ihre Wünsche, Ideen und Bedürfnisse einzubringen.
Die Umfrage läuft ab sofort bis 31. Januar und richtet sich, so die Mitteilung, nicht nur an die Bürgerinnen und Bürger von Dörlinbach. Es seien auch ausdrücklich interessierte Personen aus den Nachbarorten gefragt, die regelmäßig in Dörlinbach einkaufen oder die Nahversorgung im Ort nutzen (möchten).
Teilnahme ist auch digital möglich
Die Umfragebögen werden bis spätestens 11. Januar an alle Dörlinbacher Haushalte verteilt. Zusätzlich bestehe die Möglichkeit, die Umfrage digital über einen QR-Code, auszufüllen. Pro Haushalt, heißt es, können gerne mehrere Personen an der Befragung teilnehmen können, denn „jede Meinung zählt“ und unterschiedliche Perspektiven würden wertvolle Hinweise liefern. Weitere Umfragebögen sind im Bürgerbüro des Rathauses sowie bei Fehrenbacher unter Telefon 0176/30 32 82 36 und Zehnle unter Telefon 0151/54 89 51 35.
Die ausgefüllten Fragebögen können bis zum 31. Januar in eine der Umfrageboxen im Kindergarten, bei IK Griesbaum, in der Alten Schule oder im Rathausbriefkasten eingeworfen werden. Die Ergebnisse sollen Anfang März im Rahmen einer öffentlichen Bürgerversammlung vorgestellt werden. Der Arbeitskreis „Nahversorgung Dörlinbach“ freut sich über eine rege Beteiligung, denn „nur gemeinsam kann eine Nahversorgung entwickelt werden, die den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger entspricht“, heißt es in der Mitteilung.
Auch der Bürgermeister appelliert in seiner Bekanntgabe zur Teilnahme: „Jede einzelne Rückmeldung hilft dabei, ein realistisches Bild der tatsächlichen Bedarfe zu erhalten und bildet eine unverzichtbare Grundlage für fundierte Entscheidungen. Die Umfrage ist somit eine echte Chance, die Zukunft der Nahversorgung in Dörlinbach aktiv mitzugestalten“, so Litterst.
Dank an Initiatorinnen
Den Einsatz von Andrea Fehrenbacher und Julia Zehnle, die den Arbeitskreis Nahversorgung initiiert haben, lobt Bürgermeister Matthias Litterst in der Mitteilung ausdrücklich: „Es ist keineswegs selbstverständlich, dass sich Kommunalpolitikerinnen mit so viel Einsatz, Verantwortungsbewusstsein und persönlichem Engagement diesem zentralen Zukunftsthema annehmen. Ihr Einsatz ist ein starkes Zeichen dafür, dass es gelingen kann, gemeinsam mit und für die Bürgerschaft an einer tragfähigen, von vielen getragenen Nachfolgelösung zu arbeiten.“ Der Rathauschef spricht ihnen „großen Dank und meine Anerkennung“ aus.