Das Publikum wird bei dem Vortrag des Gastredners immer wieder einbezogen und macht bei Übungen kräftig mit. Foto: Hans Hermann

Als ein wichtiger Impulsgeber für die Region präsentierte sich der elfte Blumberger Wirtschaftstag in der Stadthalle. Für die Zuschauer gab es viele Denkanstöße und auch der Gastredner überzeugte mit Humor und motivierenden Worten.

Der elfte Blumberger Wirtschaftstag war am Samstag in der Stadthalle von Erfolg gekrönt.

 

Viele Vertreter aus der Wirtschaft, der Politik und dem gesellschaftlichen Leben tauschten sich bei diesem Besuch gegenseitig aus und intensive Gespräche wurden geführt.

Die Veranstaltung in der Kooperation der Stadtverwaltung Blumberg mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg sieht dieses Treffen als wichtigen Impulsgeber. Mit rund 200 Besuchern war die Halle gut besucht. Nach dem offiziellen Teil herrschte in lockerer Atmosphäre untereinander eine positive Stimmung.

Politik als Geschäftsrisiko?

Trotz aufwendiger Umleitung fanden auch zahlreiche auswärtige Besucher den Weg in die Halle. Blumbergs Bürgermeister Markus Keller, dessen Nähe zur Wirtschaft bekannt ist, lockerte mit amüsanten Begrüßungsworten das Geschehen sofort auf. „Dass es der Wirtschaft gut geht, müssen wir mit den nötigen Rahmenbedingungen schaffen. Zurzeit steht sich die Politik diesbezüglich etwas selbst im Wege und wir treten auf der Stelle“, schlüsselte er die aktuell unbefriedigende Situation auf.

In lockerer Runde wird zum Abschluss des 11. Blumberger Wirtschaftstages diskutiert (von links): Martina Selig, Marc und Simone Lengsfeld, Elke und Philipp Bellhäuser. Foto: Hans Hermann

Schon im Vorfeld zu diesem Treffen hatte die IHK mit dem Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez die aktuell wirtschaftliche Lage nicht nur als Grund ausgemacht, sondern er prangerte an, dass inzwischen jedes zweite Unternehmen die Politik als Geschäftsrisiko sehe.

IHK-Vizepräsident strahlt Optimismus aus

Der anwesende IHK-Vizepräsident Steffen Würth, Geschäftsführer von Straub Verpackungen Bräunlingen-Blumberg, unterstrich in seiner Rede ebenfalls diese aktuell unbefriedigende Situation. „Deutschland kann es besser, es kann nicht sein, dass wir uns als kranker Mann in Europa präsentieren und es die Nachbarländer exquisit besser machen. Viele Verfahren sind einfach zu lang. Es gilt, sich noch konstruktiver in der Gemeinschaft einzubringen und mit hoher Motivation dem Standort treu bleiben“, strahlte er aber Optimismus aus.

IHK-Vizepräsident Steffen Würth kritisiert die Bundespolitik. Foto: Hans Hermann

Gerade diese Eigenschaft wurde auch von dem Gastredner Mathias Fischedick in den Mittelpunkt gestellt. Der 53-jährige Motivationskünstler und bekannte Jobcoach aus Köln überzeugte mit hintergründigem Humor und fachlicher Kompetenz. Mit seinen Ausführungen, den „eigenen Jammerlappen zu überwinden“, und mit wertvollen Tipps und Impulsen, wie man am Arbeitsplatz erfolgreicher werden kann, war er an diesem Abend ein belebendes Element.

Die eigenen Chancen besser nutzen

Mit einigen Übungen bezog er auch das Publikum mit ein und erreichte hier überraschende Erfolgserlebnisse. „Wir stehen uns zu oft selbst im Wege“, war eine seiner Kernbotschaften. „Dazu lassen wir uns von zu vielen Gewohnheiten beeinflussen“, machte er in seinem Vortrag deutlich. „Wir haben alle einen kleinen Jammerlappen im Kopf, und es gibt nur einen Menschen, der dir im Weg steht – du selbst“, erklärte er mit erhobenem Zeigefinger.

: Mathias Fischerdick überzeugt mit Fachwissen, hintergründigem Humor und Gestik. Foto: Hans Hermann

„Wir stecken Menschen oft in Schubladen, urteilen viel zu schnell und vergeben dadurch viele Chancen“, deckte rhetorisch mit passenden Beispielen auf. Mit seinem Leitfaden „Hinterfragen – Perspektive – Flexibilität“ oder „Sei immer neugierig“ zeigte er einfache Wege auf, um die eigenen Chancen besser zu nutzen. Fast schon in Manier eines Entertainers wurden seine Ratschläge und Ideen zu einer besseren Arbeitswelt untereinander von dem aufmerksamen Publikum aufgenommen. „Seine Denkanstöße helfen echt weiter“, war anschießend von vielen Besuchern zu hören.

OB Jürgen Roth war zu Gast

Zu den Gästen zählte auch der Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen, Jürgen Roth. „Es war ein inspirierender Vortrag. Man kann einiges daraus mitnehmen“, war sein Resümee. „Blumberg ist ein Standort mit einer starken Wirtschaft, die sich auf dem Markt behauptet“, sieht Roth die Stadt am Eichberg in der Spur.

Volles Haus war beim elften Blumberger Wirtschaftstag in der Stadthalle angesagt. Foto: Hans Hermann

In zahlreichen kleinen Gruppen wurde zum Abschluss noch viel diskutiert. Aus allen Richtungen war für diesen Abend ein positives Echo zu verspüren. Das Stadtmarketing mit Alexandra Bouillon und Lena Eckert an der Spitze hatte mit seinem Helferstab alles im Griff und sorgte für einen durchweg harmonischen Ablauf.

Zur Person

Der bekannte Gastredner aus Köln Mathias Fischedick ist seit knapp 20 Jahren aus Funk und Fernsehen, aber auch als Autor einiger Bücher in seinem Bereich als Jobcoach mit über 6000 Coaching-Sitzungen bundesweit bekannt. Als Autor von drei Büchern zur Persönlichkeitsentwicklung machte er sich weiter einen Namen. „Überlebe unter Kollegen“ und „Wer es leicht nimmt – hat es leichter“ sowie „Mehr schaffen – ohne geschafft zu sein“ sind die Titel.