Am Roundtable Indien nehmen (von links) Mathias Krauss, Michael Scherzinger, Luca Dinser Schröder, Manuel Raus, Manuel Fritzsche, Yvonne Schrempp, Anne Krieckhaus, Till Augsten, Lisa-Alejandra Klank, Andreas Stocker und Cristina Biljaka teil. Foto: IHK/Tabea Schuler

Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg fanden Roundtables zu internationalen Märkten in den USA, in der Türkei und in Indien statt.

Exportorientierte Unternehmen konnten sich über Fragen zum Markteintritt, zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Partnernetzwerken sowie zu aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen und handelspolitischen Rahmenbedingungen informieren, teilt die IHK mit.

 

Mit einer Exportquote zwischen rund 40 und 58 Prozent ist die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg eng mit internationalen Märkten verknüpft.

Der Anteil des Auslandsumsatzes an den Gesamtverkäufen ist im vergangenen Jahr in allen drei Landkreisen der Region gestiegen: Die Exportquote für das Jahr 2025 betrug im Landkreis Rottweil 49,5 Prozent, im Landkreis Tuttlingen 58,0 Prozent und im Schwarzwald-Baar-Kreis 40,3 Prozent.

Aktuelle Änderungen im Zoll- und Handelsumfeld

Juliane Eichler von der Auslandshandelskammer (AHK) USA-New York setzte den Schwerpunkt auf aktuelle Änderungen im Zoll- und Handelsumfeld. Diskutiert wurden unter anderem Strafzölle, sich verändernde Rahmenbedingungen im internationalen Handel sowie die unterschiedlichen Zollvorschriften der einzelnen Länder.

Ein intensiver Austausch erfolgte insbesondere über Fragen zur Unternehmensgründung und zum Markteinstieg vor Ort in den USA.

Ayça Gözmen Yalçın von der Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer rückte insbesondere die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen drei Jahre in den Mittelpunkt. Dabei wurden sowohl Chancen als auch Herausforderungen für deutsche Unternehmen herausgearbeitet.

Wertvolles Instrument zur Markterschließung

Insbesondere Delegationsreisen seien ein wertvolles Instrument zur Markterschließung und zum erfolgreichen Aufbau internationaler Geschäftsbeziehungen, so die Empfehlung der Türkei-Expertin.

Anne Krieckhaus von der AHK Indien rückte die Vielfalt und Dynamik des indischen Marktes in den Vordergrund. Die große sprachliche und kulturelle Vielfalt sowie regionale Unterschiede – etwa zwischen Nord- und Südindien – erforderten eine differenzierte Marktbearbeitung. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Indien in vielen Bereichen bereits stark digitalisiert ist.

Einblicke in wichtige Industriecluster

Ergänzend erhielten die Teilnehmenden Einblicke in wichtige Industriecluster sowie typische Vertriebswege und Markteintrittsstrategien. Die regelmäßige persönliche Präsenz vor Ort sei ein entscheidender Erfolgsfaktor, betonte AHK-Expertin Krieckhaus.

„Veranstaltungen wie die Roundtables geben unseren Unternehmen die Möglichkeit, direkt mit den Expertinnen und Experten vor Ort ins Gespräch zu kommen und wertvolle Impulse für ihre internationalen Aktivitäten zu erhalten“, wird Cristina Biljaka von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg in der Pressemitteilung zitiert.

„Tipps und Tricks aus der Praxis und ein belastbares Netzwerk vor Ort helfen, Chancen im Ausland zu nutzen und Risiken zu minimieren.“

Länderwoche startet

IHK
Die IHK unterstützt Unternehmen kontinuierlich bei der Erschließung internationaler Märkte durch individuelle Beratung sowie unterschiedlichste Formate. Jetzt folgt die Online-Länderwoche mit Schwerpunkt auf „Zentralasien“ vom 20. bis 24. April sowie das „Außenwirtschaftsforum“ am 23. Juni im Haus der Wirtschaft. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung sind online unter www.ihk.de/sbh/veranstaltungen abrufbar.