Die IHK Reutlingen äußert sich zum Zoll-Deal zwischen den USA und der EU.
„Die Zolleinigung zwischen den USA und der EU ist für die heimische Wirtschaft ein positives Signal“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp. „Aber 15 Prozent auf zahlreiche Importe aus der EU sind zu hoch. Das wird die exportorientierten Unternehmen in der Region weiterhin belasten.“
Zudem fehlt ihnen die langfristige Planbarkeit. „Die USA werden sicherlich ein wichtiger Markt für regionale Betriebe bleiben“, sagt IHK-Außenwirtschaftsexperte Martin Fahling.
Über 500 regionale Unternehmen handeln mit den USA
„In welchem Ausmaß das Exportvolumen der regionalen Unternehmen in die USA sinken wird, ist im Moment schwer abzuschätzen.“ Er empfiehlt deshalb, Lieferketten weiter zu diversifizieren, neue Märkte zu erschließen und Abhängigkeiten von einem einzelnen Markt zu reduzieren.
Die USA sind laut Angaben der IHK Reutlingen der wichtigste außereuropäische Markt für die Wirtschaft der Region Neckar-Alb: Jährlich werden Waren im Wert von fast 1,5 Milliarden Euro dorthin exportiert.
Über 500 Unternehmen aus den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb sind im Handel mit den USA aktiv, 75 haben dort eigene Niederlassungen oder Produktionsstätten.