Die IHK Nordschwarzwald äußert sich zum Ausgang der Landtagswahl in Baden-Württemberg und fordert, strukturelle Herausforderungen offensiv anzugehen.
„Die Unternehmen im Nordschwarzwald erwarten nach dieser Wahl vor allem eines: klare Entscheidungen für einen starken Wirtschaftsstandort. Baden-Württemberg steht vor großen strukturellen Aufgaben, und die Betriebe benötigen verlässliche Rahmenbedingungen, damit Investitionen, Wachstum und Innovation möglich bleiben“, sagt Tanja Traub, Hauptgeschäftsführerin der IHK Nordschwarzwald nach dem Ausgang der Landtagswahl in Baden-Württemberg.
Mit dem knappen Wahlsieg der Grünen verbinde die regionale Wirtschaft die Erwartung, dass die anstehenden Transformations- und Innovationsprozesse eng mit einer verlässlichen, praxisnahen Standortpolitik verknüpft werden. Für viele Unternehmen bleibe entscheidend, dass wirtschaftliche Erfordernisse und ökologische Ziele zusammengeführt werden. Die FDP hat den Einzug in den Landtag verpasst. Damit fehle eine politische Stimme, die sich klar für marktwirtschaftliche Prinzipien und Entlastung des Mittelstands einsetze, heißt es weiter. Umso wichtiger werde es sein, dass diese Themen dennoch von der neuen Regierung konsequent vorangetrieben werden.
Das Ergebnis der AfD verweise auf eine ausgeprägte gesellschaftliche Unzufriedenheit, die auch wirtschaftliche Ursachen habe.
Die IHK sieht darin die Notwendigkeit, strukturelle Herausforderungen offensiv anzugehen – insbesondere dort, wo Unternehmen und Beschäftigte von hohen Kosten, Fachkräftemangel und langsamen Verfahren betroffen sind. Die Politik sei nun gefordert, die Rahmenbedingungen spürbar zu verbessern und verlässliche Antworten zu geben.
Wirtschaftsstandort sichern
Die IHK sieht erheblichen Handlungsbedarf, um das Land als starken Wirtschafts- und Industriestandort zu sichern, heißt es weiter. Die regionalen Unternehmen benötigten moderne und funktionierende Infrastrukturen, effizientere Verwaltungsprozesse sowie Rahmenbedingungen, die Investitionen erleichtern und Innovationskraft stärken.
Dazu zählen nach Ansicht der IHK eine zügige Digitalisierung der Verwaltung, schnellere Genehmigungsverfahren, eine verlässliche Energie- und Versorgungspolitik und ein Bildungssystem, das Menschen gezielt auf die Anforderungen eines sich wandelnden Arbeitsmarkts vorbereitet. Ebenso zentral seien Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und die Förderung technologischer Entwicklungen.