Wie kann Nachfolge gelingen? Der IHK-Arbeitskreis Nachfolge war dazu zu Gast bei der Firma Gebrüder Schwarz GmbH in Rottweil-Neukirch.
Der Einladung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg und des IHK-Arbeitskreises Nachfolge zur Veranstaltung „Zukunftssicher –Unternehmensnachfolge gemeinsam anpacken“ waren rund 50 Unternehmer aus der Region gefolgt. Gastgeber war die Firma Gebr. Schwarz GmbH in Neukirch.
Thema hat große Bedeutung
Marlene Roming, Nachfolgeberaterin bei der IHK, sagt: „Das große Interesse zeigt uns, dass das Thema Unternehmensnachfolge auch hier in unserer Region eine immer größer werdende Bedeutung bekommt und wir hier weiter tätig sein müssen. Doch eine Nachfolge in einem Unternehmen ist eine bedeutende strategische Herausforderung, die gut durchdacht sein will. Sie stellt die Weichen für die Zukunft und erfordert eine sorgfältige Planung sowie eine umfassende Vorbereitung. Und hier wollen wir möglichst frühzeitig informieren und Netzwerke schaffen zwischen den Unternehmen, Nachfolgeinteressierten und den Experten, wie wir sie etwa in unserem Arbeitskreis haben.“
Austausch mit Experten
Neben zwei Expertenvorträgen zu den Themen „Zukunftsfähige Unternehmensführung“ sowie „Kommunikation zwischen übergebender und übernehmender Person“, konnten sich die Unternehmensvertreter an mehreren Informationstischen mit den Experten zu allen Themen rund um eine Unternehmensnachfolge austauschen.
Das Highlight des Abends war der Praxisbericht der Gastgeber. Danny und Uwe Schwarz von der Firma Gebr. Schwarz GmbH. Sie berichteten zusammen mit dem Geschäftsführer Jens Roth jeweils aus ihren persönlichen Perspektiven und gaben dabei Einblicke, wie sie den Prozess der Unternehmensübernahme erlebt haben, was gut gelaufen ist und was sie rückblickend vielleicht anderes machen würden.
In dritter Generation übernommen
Danny Schwarz hatte 2021 die Gebr. Schwarz-Firmengruppe in dritter Generation von seinem Vater übernommen und obwohl die Nachfolge hier innerhalb der Familie erfolgte und sich alle Seiten schnell einig waren, dauerte auch hier der gesamte Prozess mehrere Jahre.
Darum sind sich die Expertinnen und Experten des Arbeitskreises auch bei ihrer Empfehlung einig, sich frühzeitig – durchaus schon fünf bis zehn Jahre im Voraus – mit der Nachfolgeplanung zu beschäftigen. Dabei sollte dann auch geprüft werden, ob eigene Kinder oder Beschäftigte als potenzielle Nachfolgende in Frage kommen. Ist das nicht der Fall, muss die Suche extern erfolgen – ein Prozess, der Zeit, eine gute Vorbereitung und Beratung und häufig auch eine Moderation erfordert. Hierfür bieten die IHKs sowie die Mitglieder des IHK-Arbeitskreises Nachfolge ihre Unterstützung an.
Hier gibt es Infos
Weitere Informationen zum Thema Nachfolge und zu den Mitgliedern des Arbeitskreises erhalten interessierte Unternehmen gibt es bei IHK-Nachfolgeberaterin Marlene Roming, Telefon 07721 922-348, roming@vs.ihk.de.
Die Mitglieder des IHK-Arbeitskreis tauschen sich regelmäßig über die wichtigsten Themen der Unternehmensnachfolge aus, erarbeiten gemeinsame Lösungsansätze oder initiieren Maßnahmen, um dieses Thema in der Region weiter voranzubringen. Der Arbeitskreis besteht unter anderem aus Unternehmensberatern, Vertretern von Banken, Anwälten und Steuerberatern.