Was ist nötig, um die Zukunft gemeinsam zu gestalten? Das Ehrenamt rockt die Zollernalb – das wurde auf Einladung der IG Metall Albstadt deutlich.
Die Lautlinger Festhalle war gut besucht. Zahlreiche Hilfs- und Integrationsorganisationen, Selbsthilfevereine und -gruppen, Gewerkschaftsvertreter und Alltagshelfer hatten Stände aufgebaut, Informationsmaterial und Flyer mitgebracht. Es ging um Unterstützung bei Gesundheit und Pflege, um wirkungsvolle Maßnahmen gegen Diskriminierung und bei Konflikten sowie bei Fragen der Gleichstellung oder der Barrierefreiheit.
Das Landratsamt, die deutsch-ukrainischen „Wohltäter“ und der Verein „Dialog und Bildung Zollernalbkreis“ waren bei der Ausstellung vertreten, genauso die Albstädter Herz- und Hospizgruppen, das Frauennetzwerk Albstadt, die Elterninitiative herzkranker Kinder (ELHKE), die Nusplinger Albmäusle, die Rheumaliga, „Barrierefrei on Tour“ oder die Amsel-Kontaktgruppe.
Landrat Günther-Martin Pauli und Sozialdezernent Georg Link schauten vorbei und waren voll des Lobs für die vielen Aussteller, genauso wie der Balinger Bürgermeister Ermilio Verrengia und der Albstädter Oberbürgermeister Roland Tralmer. Genauso machten es viele interessierte Bürger. Viele hatten den Besuch in der Festhalle mit einem kleinen Spaziergang oder einer Radtour verbunden. Eins war schnell klar: Die rührigen Organisationen freuten sich über die Gelegenheit, um selbst miteinander ins Gespräch zu kommen – so unterschiedlich ihre Ziele und Aufgaben auch sein mochten. Ehrenamt verbindet einfach.
„Und genau das war unser Ziel“, bestätigte Nicole Platzdasch, die Erste Bevollmächtigte der IG Metall Albstadt. Es sei wichtig, dass helfende Organisationen und Gruppen sich vernetzen, um Ratsuchenden effektiv Unterstützung anbieten zu können. „Nur wenn man sich kennt, kann man einen Kontakt weitervermitteln oder sich bei einem anderen schlau machen“, davon zeigte sich die Erste Bevollmächtigte überzeugt. Mit dem Verlauf des Nachmittags war sie hochzufrieden – und ihr Team genauso.
Für den Ausklang des historischen 8. Mais sorgten „Bejarano & Microphone Mafia“. Joram Bejarano, der Sohn Esther Bejaranos, und Kutlu Yurtseven. Esther Bejarano, Überlebende des KZ Auschwitz-Birkenau, habe immer gern gesungen, berichtete ihr Sohn in Lautlingen. Über Unrecht, aber auch gegen Hass und Hetze. Damit endete der Tag überaus nachdenklich stimmend. Ein Tag, der viele Menschen zusammengebracht hatte für ein lebenswertes und vielfältiges Leben.