Reinhold Rau (links) ist als Vorsitzender der Interessengemeinschaft (IG) Gartenschau ausgeschieden. Bürgermeister Klaus Hoffmann bedankte sich mit einem Präsent für die Zusammenarbeit. Foto: Glaser

Christa Sagawe ist neue Leiterin der IG Gartenschau in Bad Herrenalb. Sie ist Nachfolgerin von Reinhold Rau, der einer der Motoren der Gartenschau 20217 war.

Die Interessengemeinschaft (IG) Gartenschau hat eine neue Vorsitzende. Christa Sagawe leitet in Zukunft die Bürgerprojekte, welche im Jahr 2017 im Rahmen einer Gartenschau entstanden sind.

 

Reinhold Rau hat die IG neun Jahre lang geführt. Auf einer Mitgliederversammlung vor wenigen Tagen sagte er, dass er spürte, dass die Zeit gekommen war, zu gehen. Christa Sagawe, bisherige stellvertretende Vorsitzende, verabschiedete ihn sichtlich gerührt: „Wir haben vor fast zehn Jahren gemeinsam angefangen. Die IG und die Gartenschau werden immer mit dem Namen ‚Rau‘ verbunden bleiben.“

Kräftezehrender Aufwand

Nachhaltiges Projekt Reinhold Rau war einer der Motoren der Gartenschau 2017. Als die Entscheidung für Bad Herrenalb gefallen war, war es Reinhold Rau, der die Stadtverwaltung antrieb, mit den umfangreichen Vorbereitungen unverzüglich zu beginnen. Nur so gelang es, die Arbeiten rechtzeitig abzuschließen. Rau kümmerte sich außerdem um Projekte, welche die Gartenschau überdauern sollten. So kamen der Fantasie-, Kloster- und Dahliengarten in Bürgerhände. Auch der „Kleine Kurgarten“ und der „Platz der Kirchen“ werden bis heute ehrenamtlich bereut. Gleiches gilt für den Bücherschrank, die regelmäßigen Lesungen „Von der Rolle …“ und den „Tag der offenen Gartentür“. Nur der „Arbeitskreis Gewässer“ ging unter. Die Gartenschau 2017 in Bad Herrenalb kann also als ein sehr nachhaltiges Projekt bezeichnet werden. Dabei machte man es der IG Gartenschau zuletzt nicht leicht. Weil die Kämmerei es nach Jahren ablehnte, die Kasse der IG weiter zu führen, musste ein Verein gegründet werden. Der damit verbundene Aufwand war kräftezehrend. Eine Satzung, die Wahl von Funktionsträgern für den Vorstand, Mitgliederversammlungen, Protokolle und andere Bürokratie sind damit verbunden.

Christa Sagawe ist die Nachfolgerin von Reinhold Rau im Amt der Vorsitzenden der Interessengemeinschaft (IG) Gartenschau. Foto: Glaser

Reinhold Rau stand das durch und konnte mit politischer Diplomatie das angespannte Verhältnis zur Stadtverwaltung wieder verbessern. So konnte die Vereinbarung getroffen werden, dass es sich bei den oben gelisteten Bürgerprojekten um „gemeinsame Projekt der Stadt und der IG Gartenschau handelt“. Das ermöglicht städtische Unterstützung. Zur Erinnerung: Die von Bürgerhänden ehrenamtlich gepflegten Flächen sind städtisches Eigentum.

Guter Draht Rau hat auch einen guten Draht zum Stiftungsrat der Gerda und Kurt Härtwig-Stiftung und zur Arbeitsgemeinschaft der Kirchen aufgebaut. Das alles ist für die weitere Arbeit sehr hilfreich. „Wir haben so viel vor, wie noch nie“, sagte Christa Sagawe in ihrer Antrittsrede. An ihrer Seite ist Traudi Maier. Sie wurde zur Stellvertreterin gewählt. Alle anderen Funktionen im Verein blieben unverändert.

Springbrunnen defekt

Handlungsbedarf Fast in jedem Bürgergarten gibt es Handlungsbedarf. Die Hochbeete im Klostergarten wurden vor zehn Jahren aus Kanthölzern gebaut, die jetzt verfaulen. Die Einfassungen sollen aus Stahlblechen neu ausgeführt werden. Dasselbe Problem haben die hölzernen Sitzgelegenheiten im Fantasiegarten. Im Dahliengarten sollen die Beete und Wege eingefasst werden, um das Verkrauten zu reduzieren. Im Kirchengarten sind die gläsernen Stelen blind geworden. Der Springbrunnen im „Kleinen Kurgarten“ ist defekt.

Großzügiger Betrag Alles in allem werden fast 20 000 Euro gebraucht. Die Jahresbeiträge von 74 Vereinsmitgliedern und ein großzügiger Betrag der Gerda und Kurt Härtwig-Stiftung sind gesichert. Außerdem hofft man auf Spenden und einen Beitrag der Arbeitsgemeinschaft der Kirchen, auf die man in der Vergangenheit bauen konnte. Noch nicht sicher ist eine finanzielle Unterstützung der Stadt.